20-mal rückte die Oerlenbacher Feuerwehr im letzten Jahr aus. Zusammen mit Übungen sowie Pflege von Feuerwehrhaus und Gerätschaften erbrachten die Aktiven fast 2000 Stunden, eine Zahl, der Bürgermeister Siegfried Erhard in der Generalversammlung höchstes Lob zollte. Bei dem Treffen ehrte die Wehr jene, die ihr seit 40, 50, 60 und 70 Jahren die Treue halten.

Schriftführer Frank Schneider erinnerte an Rosenmontagsball, Maibaum aufstellung, Dorfplatzfest, Familienwandertag, Kameradschaftsabend und Dienstbesprechungen, vorbereitet und organisiert in acht Vorstandssitzungen.

"Für uns war es ein arbeitsreiches Jahr", fasste 1. Kommandant Reiner Kuhn die Dienste in 2013 zusammen. "Zu Jahresbeginn erhielten wir von der Gemeinde eine Wärmebildkamera, deren Bedienung wir eingehend übten und die von den Nachbarwehren Maßbach und Poppenhausen mitgenutzt werden kann", berichtete er und fuhr fort: "Die 20 Einsätze mit 610 Stunden ergaben sich bei sieben Bränden, sechs technischen Hilfeleistungen, drei Sicherheitswachen und vier Fehlalarmen. Bei monatlich einer Übung je Gruppe kamen 680 Stunden zusammen. Die Atemschutzträger unter Hubert Kuhn und Michael Kuhn wendeten für Übungen und Lehrgänge 320 Stunden auf. 350 Stunden flossen in Wartung von Geräten, Fahrzeugen und Feuerwehrhaus."

Verzwickte Räumlichkeiten

Besonders dramatisch sei der Brand des Gasthauses Schwarze Pfütze gewesen. Drei Atemschutztrupps nahmen die Personensuche auf. Trotz Wärmebildkamera konnte die vermisste Person in den verzwickten Räumlichkeiten und der starken Rauchentwicklung nicht gefunden werden.

Neu zur Wehr stießen Jürgen Pfeuffer, Luca Schendel und Matthias Saal. "Gerne hätte ich noch mehr Kräfte begrüßt. Wir dürfen nicht nachlassen, den Eintritt weiter schmackhaft zu machen, um die Einsatzfähigkeit vor allem tagsüber nicht zu gefährden", sagte Kuhn.

Auf den Nachwuchs ging Jugendwart Sebastian Thain ein: "Zu Beginn 2013 hatten wir 21 Kräfte. Acht wechselten zu den Aktiven. Neu kam nur Luca Schendel dazu. Jeden 2. und 4. Donnerstagabend übten wir, um das Erlernte vor allem bei der Großübung im Juli zu beweisen." Peter Kuhn und Markus Lutz unterstützten ihn in der Ausbildung, bei der die Jugendlichen sehr gut mitmachten. "Nur zuverlässiger müssten sie noch sein", wünschte er sich.

"Von sinkenden Geburtenraten und anderen Freizeitangeboten dürfen wir uns nicht entmutigen lassen, weiterhin für diese wichtige Aufgabe zu werben", sagte Thain, der seit zehn Jahren den Nachwuchs leitet.

Zusätzlich ist in Oerlenbach die "Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung" UG-ÖEL stationiert. Von den 18 Mitgliedern stellt Oerlenbach 13 Mann. Leiter ist KBM Ronald Geis, sein Stellvertreter Marco Braunschweig. Er informierte über Einsätze, monatliche Übungen, Leitung des Besucherstroms bei der Sprengung der Sinntalbrücke und Einführung in den Digitalfunk.

"Ihr helft ohne Wenn und Aber. Auf euch ist Verlass zu jeder Zeit und in schwierigen Situationen. Ihr seid schnell vor Ort und geht überlegt vor", lobte Bürgermeister Siegfried Erhard .

"Die Einsätze werden immer vielschichtiger und komplizierter. Gezielte Schulung ist unerlässlich, damit sich die Mitmenschen auf uns verlassen können", appellierte der Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Alfons Müller.


Daten zur Wehr

Ehrungen:
70 Jahre: Xaver Hofmann, Emil Kuhn
60 Jahre: Rudi Braun, Bernhard Kuhn, Fritz Kuhn, Lorenz Vierheilig
50 Jahre: Manfred Büttner, Bruno Kuhn
40 Jahre: Siegfried Bieber

Personalstand:
179 Mitglieder, davon 60 Aktive und 12 Anwärter

Termine 2014:
3. März: Rosenmontagsball der Feuerwehr
6.,8. und 22. März: Motorsägenlehrgang
27. April: Mitarbeit beim Radltag
1. Mai: Aufstellung des Maibaums
16. August: Dorfplatzfest
6. September: Familienwandertag
25. Oktober: Kameradschaftsabend

Homepage:
Die Feuerwehr hat ihre Hompage www.feuerwehr-oerlenbach.de neu gestaltet mit inzwischen über 10 000 Besuchern. Außerdem ist die Feuerwehr auf Facebook vertreten.