Noch ist nicht entschieden, ob und wann die Unesco der internationalen Bewerbergruppe der Great Spas of Europe den Titel Welterbe verleiht. Dennoch bereiten sich die elf Kurorte aus Tschechien, Deutschland, Österreich, Italien, Belgien, Frankreich und England genau auf diesen Fall vor: Weltkulturerbe zu sein und dieses Erbe zu verwalten und zu schützen, den Menschen näherzubringen und natürlich auch zu vermarkten. "Wir nehmen das so Ernst, dass wir die nötigen Dinge mit den Bad Kissinger Beteiligten geplant und mit dem Stadtrat abgestimmt haben und jetzt umsetzen", sagt Peter Weidisch, Bad Kissingens Kulturreferent und Unesco-Projektleiter. "Unesco ist in Bad Kissingen schon angekommen."

In den vergangenen Jahren hat die Gruppe einen übergeordneten Management-Plan für alle Bewerberstädte erarbeitet. Außerdem hat jede Stadt für sich einen lokalen Management-Plan erstellt. "Das ist das zentrale Gestaltungs- und Planungsinstrument für uns. Das ist das, womit wir konkret arbeiten", erklärt Weidisch. Der Plan beantworte die Frage: Was heißt es für Bad Kissingen, Welterbe zu sein? Der Kissinger Plan füllt aktuell einen Ordner mit 236 Seiten. Hinzu kommen noch verschiedene Anhänge und Karten.