Es war ein dringlicher Antrag, über den die Stadträte entscheiden mussten: Die Pandemie macht es notwendig, dass Bad Kissingen den verkaufsoffenen Sonntag verlegt. Außerdem teilte Oberbürgermeister Dirk Vogel (SPD) der Öffentlichkeit diverse Bekanntgaben - etwa zur Pflege der Grünflächen - mit. Zur Sprache kamen im Gremium zudem die beiden städtischen Schwimmbäder.

Normalerweise findet der verkaufsoffene Sonntag in Bad Kissingen am zweiten Sonntag nach Ostern statt. Heuer wäre das der 18. April. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass dieser Termin bei den steigenden Infektionszahlen haltbar ist. Der Verein Pro Bad Kissingen beantragte daher, den verkaufsoffenen Sonntag um eine Woche - also auf den 25. April - zu verschieben. "Wir hoffen, dass es möglich ist", sagte Vogel.

Um die rechtlichen Weichen für die diesjährige Verschiebung zu stellen, hatte der Leiter des städtischen Ordnungsamts, Rainer Warzecha, eine Verordnung entworfen. Diese segneten die Stadträte ab.

Informationen gab es in der Sitzung zum städtischen Hallenbad. "Dort finden derzeit Reparaturen statt, zwei Lüfter sind kaputt und bei der Heizung haben wir einen Totalausfall", verkündete der Rathauschef. Die Schäden sollen Handwerker nun reparieren. Allerdings sei nicht vor Ende April mit Abschluss der Reparaturen zu rechnen.

Zu tun hat die Stadt zudem am Terrassenschwimmbad. "Wir schauen, dass wir mit den vorbereitenden jährlichen Arbeiten beginnen", sagte das Bad Kissinger Stadtoberhaupt. Damit erhofft die Stadt sich vor allem Flexibilität. "Wir können dann je nachdem wie die Lage ist, schneller öffnen." Im vergangenen Jahr begannen die Vorbereitungen für den Saisonstart erst später.

Hand legt Bad Kissingen zudem bei den Spielplätzen an. "Für 2021 ist auf zwei Spielplätzen ein Geräteersatz geplant", teilt Thomas hack, zuständig für die städtische Öffentlichkeitsarbeit, mit. Im Ortsteil Reiterswiesen geht es "im Beiberich" um den Kleinkindbereichs. Dort soll die Sandspielfläche, das Klettergerät und eine Federwippe saniert werden. Im Poppenrother "Männerholz" gibt es Ersatz für die Schaukelanlage, die Bewegungsgeräte für den Aktivbereich und am Spielhügel. Das jährliche städtische Budget für Ersatz bei den Spielgeräten liegt bei 40 000 Euro.

Eine Bekanntgabe aus dem nichtöffentlichen Teil der Sitzung am 24. Februar, betraf die Pflege der Grünflächen. Für die Jahre 2021 bis 2023 hat die Stadt damit eine Firma aus Maßbach und Hallstadt betraut.

Hinweise kamen zudem von Richard Fix (Grüne), an den sich ein Einwohner mit einer Beschwerde gewandt hatte. "Es liegen enorm viele Hundekotbeutel in der Landschaft", brachte er das Anliegen des Bürgers vor. Der Beschwerdeführer hatte jedoch gleich eine Lösung zu seiner Kritik mitgeliefert: Das Aufstellen von Mülleimern für die Hinterlassenschaften der Vierbeiner.

"Es gibt schon etliche dieser Stationen. Wir sind da generell permanent am Optimieren und stellen auch jährlich neue Behältnisse auf", teilte Thomas Hack gegenüber dieser Redaktion mit. "Wenn wir Hinweise erhalten, wo eine solche Station erforderlich wäre, dann prüfen wir das natürlich und in aller Regel ist das dann auch umsetzbar."

Klaus Bollwein (DBK) verwies auf einen Missstand bei der Verkehrsführung. "Zwischen Garitz und Poppenroth befindet sich immer noch ein Schild, das Autos über die Dörfer in Richtung A7 führt." Über das Problem hatte sich bereits 2. Bürgermeister Toni Schick (DBK) im vergangenen Herbst im Stadtrat echauffiert.

Denn wo die B 286 nach rechts abzweigt, wurden Autofahrer, die zur Autobahn Richtung Norden wollen, bislang geradeaus zur Anschlussstelle Bad Kissingen/Oberthulba geleitet. Durch das Schild komme jedoch der Eindruck zustande, die Autofahrer sollen nach rechts auf die B286 abbiegen und über Waldfenster, Platz und Geroda zur Anschlussstelle Bad Brückenau/Wildflecken fahren.

Diese Änderung sei laut Schick - Stand Oktober 2020 - ohne Rücksprache mit der Stadt erfolgt. Verantwortlich für das Schild ist das staatliche Bauamt Schweinfurt.Von Seiten der Behörde heißt es, das Schild stehe im Zusammenhang mit der Brücke auf der St2291 bei Oberthulba. Dort gilt eine Gewichtsbeschränkung von 30 Tonnen. Laut Nina Löhner, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Behörde, habe sich das staatliche Bauamt nach Absprachen mit Polizei und Landratsamt für die bestehende Wegweisung entschieden