Die Herz-Jesu-Stadtpfarrkirche war traditionell wieder der richtige Ort, um kurz vor dem Rakoczyfest die bayerische und damit auch die Geschichte der Stadt Bad Kissingen lebendig werden zu lassen. Therese, Königin von Bayern, und ihr Gemahl Ludwig I., König von Bayern, waren zu Gast, als Gioachino Rossini die "Orgel zum Tanzen" brachte.

Orgelmusik, festlich und heiter, ruhig und fulminant - Burkard Ascherl erfreute in der Rolle des italienischen Komponisten und Musikers die mehr als zweihundert Besucher. Mit Werken von Mozart, Wagner, Strauß und vielen anderen demonstrierte er gekonnt und mit Leidenschaft die Klangfülle, die Orgelmusik ausmacht und auszeichnet.

Der Zuhörer wurde zum Zuschauer und dann zum Mitwirkenden. Nach dem Einzug beider königlichen Hoheiten erklang die Bayernhymne, ein Angebot das alle, auch die Nichtbayern, gerne annahmen.

Die Bedeutung beider Majestäten für Bad Kissingen herauszuheben, das obliegt Hans-Jörg Rustler, der durch das Konzert führen durfte. Die Theresienspitalstiftung und die Ludwigsbrücke sollen beispielhaft hierfür stehen.

Ein Klangbild der besonderen Art, das war die Arie "Occhi miei piangesti assai" aus der Oper "Adelaide di Borgogna", gesungen von Isabella Rossini, der Ehefrau Rossinis. Wer ist hierfür besser geeignet als Brigitte Ascherl, die viel Applaus erhielt?