Seit Ende Mai steht es fest: Das lange vorbereitete Dorfjubiläum am dritten Juliwochenende muss coronabedingt ausfallen. "Jeder ist traurig darüber", sagt Bürgermeister Alexander Schneider (UWG). Seit über einem Jahr plante Schneider gemeinsam mit vielen engagierten Bürgern aus Geroda und Platz das Fest. Und es sollte groß werden, mit Bühne, Ausstellung, Dorfstrand und Attraktionen für Kinder.

Auf der Fahrt ins Dorf sticht der Hinweis auf das abgesagte Fest ins Auge. In zwei Jahren soll das Jubiläum nachgeholt werden,steht dort. Das Konzept bleibt, wie es ist. "Uns gefällt das Programm und deshalb möchten wir es genau so in zwei Jahren wieder auf die Beine stellen", sagt Schneider. Historische Namensschilder an den Häusern weisen schon jetzt auf die traditionellen Dorfnamen der Familien hin. "Rund 60 Prozent der Schilder hängen bereits", schätzt der Bürgermeister. Die restlichen sollen in nächster Zeit ausgehändigt werden.

Der Hauptgrund, warum das Fest um zwei Jahre verschoben wurde, liegt laut Schneider in der Ungewissheit, wie es mit den Auflagen weitergeht. "Wir wissen ja nicht, ob es nächstes Jahr stattfinden könnte", sagt der Bürgermeister. Auch das geplante Fest in Platz, einen Markt im Herbst 2021, steht noch auf wackeligen Beinen. "Auch darüber müssen wir in den kommenden Monaten sprechen." Im Herbst, so hofft er, solle dann eine Entscheidung fallen.

Um das große Jubiläum nicht ganz unter den Tisch fallen zu lassen, hat sich das Jugendblasorchester Scholz etwas einfallen lassen: "Am Wochenende gab es ein Geburtstagsständchen für das Dorf", sagt Schneider, der auch musikalisch in der Kapelle aktiv ist. In kleinen Gruppen, also coronakonform, hörten die Bewohner von überall her ein Lied.