Der tolle Zuspruch entlohnte die Verantwortlichen, die in Vorbereitung und Abwicklung viel Herzblut investierten. Einziger Wermutstropfen: Ein paar Regenschauer - vor allem Samstag, als die Band "Spilk" richtig losen legen wollte - beeinträchtigten das frohe Miteinander. Doch Festscheune, Laubengang und Zelt boten genügend Platz, um die prächtige Atmosphäre zu genießen.

Einst richtete die Vereinsgemeinschaft (VG) in der August-Albert-Halle in der Rhönstraße alljährlich mit großem Aufwand ein Heimatfest aus. Mit enormem Engagement setzten sich Vorstandschaft und Vereine unter der Regie von Alois Brunner ein, um mit Musik und Spiel die "gute alte Zeit" aufleben zu lassen. Um den Aufwand etwas zu reduzieren, folgte das Dorffest über viele Jahre im Hemberger-Hof, den die Eigentümer zu einem wahren Prunkstück hergerichtet hatten. Aus gesundheitlichen Gründen mussten sie ihr Gehöft zurückziehen. Zum Glück aber entstand auf dem Kirchplatz das neue Zentrum, das sich als ideale Stätte herauskristallisierte. "Nach Ausstattung des Küchentraktes einschließlich Dunstabzug sind alle Bereiche vollendet. Das herrliche Ambiente lädt zum Feiern ein. Die vielen Gäste dürfen sich auf ein abwechslungsreiches Programm freuen", betonte 1. Vorsitzender Andreas Kukuk bei der Eröffnung. Erst vor wenigen Monaten hatte er mit neuer Crew die Leitung der VG übernommen.
Traditionell leitete der Bieranstich das Zwei-Tages-Fest ein. Für diese Aufgabe konnte Hubert Schott, der seit Gründung der VG 1976 Verantwortung trug, zunächst als 2. und ab 2000 bis Anfang 2015 als 1. Vorsitzender, gewonnen werden. "Ich habe oft genug zugeschaut. Den Bieranstich müsste ich können", sagte er und schaffte gleich mit dem ersten festen Schlag "O" zapft is!". Sein Nachfolger Andreas Kukuk nütze die Gelegenheit, sein Team vorzustellen. "Wir harmonieren prächtig. Alle zogen in den letzten Tagen mit, das Dorffest vorzubereiten. Freuen Sie sich mit uns auf frohe Stunden und lukullische Genüsse", richtete er an die vielen Gäste.
Ein erstes Highlight setzte die Zumba-Gruppe des FC unter Sandrine Moko mit schwungvollem Fitness- und Aerobicprogramm. Nach Westafrika entführte "Bambara", eine Trommlergruppe unter Katrin Hubl. "Zu Riten, Festen und Gebräuchen wird in Afrika getrommelt. Die verschiedenen Stimmen der einzelnen Trommler verschmelzen zu einem pulsierenden Rhythmus, wobei als Trommeln Djembe, Dundun, Sangban und Kenkeni sowie handgeschmiedete Glocken eingesetzt werden", erläuterte sie, ehe die Gruppe einige Stücke aus Guinea und Sierra Leone vortrug. Reichlich Beifall belohnte die Darbietungen, die Kinder animierten, spontan zu den Klängen zu tanzen. "Wer selbst einmal das Trommeln probieren möchte, für den gibt es im Herbst an der Volkshochschule Oerlenbach einen Schnupperkurs, der am 8. Oktober um 19 Uhr in der Schule beginnt", ergänzte Frau Hubl.
Das Fest bereicherten ferner die Mäusegruppen 1 und 2 des FC Eltingshausen, die unter der Leitung von Manuela Thomas mit Trommeln und Gymnastik erfreuten. "Doa spielt die Mussig". Unter diesem Motto mischte das Trio "SPILK" kräftig auf. Frohe Stimmung verbreitete zum Abschluss Alleinunterhalter "Werner". Wie gut die Eltingshäuser zusammenarbeiten, verdeutlichte die Jugendgruppe Baumhaus, die den Barbetrieb managte. Sehr gut lief die Kaffeetafel, die erstmals Ramona Mößner leitete. Alle weiteren Stationen betreuten Vereine.
"Unsere Erwartungen haben sich voll erfüllt. Das Fest lief sehr gut. Die Helfersuche begann zwar etwas zögerlich, konnte aber erfolgreich abgeschlossen werden. Die Besucherresonanz aus Dorf und Umgebung können wir nur loben", fasste Vorsitzender Andreas Kukuk zusammen.