Lichterglanz und Kerzenschein, Flammkuchen und Plätzchen schufen eine wohltuende Atmosphäre bei der Sternennacht, die der Faschingsclub in Hennebergstraße und Pfarrgasse ausrichtete. Die Gäste konnten sich in harmonischer Runde im Partyzelt oder an den Stehtischen entspannen und stärken sowie die vielen Bastelarbeiten, die der Verein feil bot, bewundern.
"Seit Oktober haben wir zwei Mal in der Woche nach den Musikstunden in der Übungshalle gewerkelt.
Viele haben mitgeholfen, alle waren mit Eifer und Gründlichkeit dabei", lobte Vorsitzende Jutta Markert ihr Team. Der gesamte Erlös werde in die Jugendarbeit einfließen. So konnte aus diesem Topf die Beschaffung neuer Kostüme für die Prinzengarde mitfinanziert werden.
"Das war für uns keine Last, sondern Freude pur", blickt Franz Koch auf die Bastelabende nach den Proben des Spielmannszugs zurück. Von zu Hause hat er Maschinen und Werkzeuge mitgebracht, um für dieses Jahr vornehmlich Holzartikel zu fertigen. "Wir Männer haben die Grobarbeiten übernommen: Holzscheite zugeschnitten, Engel und Flügel aus Sperrholz ausgesägt, gefeilt und geschliffen oder Gläser erhitzt, um den Boden abtrennen zu können", erzählt er. Ihm zur Seite stand unter anderem Dominic Wells, der seit sechs Jahren im Spielmannszug dabei ist und vor zwei Jahren Faschingsprinz war. "Es ging immer entspannt und lustig zu. Da opfert man gerne ein paar Stunden", bekennt er.
Seit elf Jahren spielt Lisa Strauss im Spielmannszug Querflöte. Sie absolviert in Ansbach eine Ausbildung als Fachlehrerin für Englisch und Kommunikationstechnik. "Da ich auch dort wohne, kann ich nicht mehr regelmäßig zu Proben und Bastelabenden kommen. Wenn es geht, richte ich es ein, wenigstens am Freitagabend dabei zu sein. Es ist immer schön, wenn wir in der Clique uns treffen und den Verein unterstützen. Solange es mein späterer Beruf zulässt, will auch künftig mitmachen", versichert sie.
Zu den Jüngsten zählte der elfjährige Lukas Schlereth, der seit sechs Jahren die Trommel schlägt. "Ich habe Styroporkugeln angemalt, Holzfiguren verziert und Materialien zuge reicht, damit die einzelnen Artikel zügig fertig wurden."
Und so gab es viele Artikel zu bewundern wie Gestecke aus Holz und Glas, Fensterdekos, Weihnachtswichtel, Eulen, Kerzenständer und Holzscheitengel. "Wir hatten immer genügend Helfer, im Schnitt acht bis zehn. Die Männer übernahmen das Grobe, wir Frauen und Mädchen kümmerten uns um die Feinarbeiten. Wenn wir jetzt noch viele Kunden finden, sind wir sehr, sehr zufrieden", würdigte so Vorsitzende Jutta Markert. Auch in Zukunft soll es nur Selbstgebasteltes geben.