Alleine schon für die Zusammenstellung der Klassen ist es gut, dass Lehrer ein Studium absolviert haben: 2012 sank die Zahl der Abc-Schützen im Bereich Bad Brückenau um 33 Jungen und Mädchen, aber es kamen unterm Strich zwei Klassen mehr heraus, heuer sind es zumindest ein paar Schüler mehr, aber dafür wieder eine Klasse weniger.
Höhere Mathematik, was da ausgeknobelt wird.

Die Schulen müssen allerdings aufpassen, dass bei Schülern und Eltern nicht der Eindruck entsteht, dass die Einteilung der Klassen zur reinen Arithmetik verkommt. Wenn die Schule Oberleichtersbach wegen des einen zusätzlichen Kindes nach nur einem Jahr zur alten Trennung der Jahrgangsstufen zurückkehrt, erscheint das sehr willkürlich. Was ist nun wichtiger? Das Wohl des Kindes oder die Verteilung der vorhandenen Lehrer?

Die Jahrgangsmischung wird nun schon seit Jahren als Allheilmittel für die Rettung der Schulen im ländlichen Raum postuliert. Auch pädagogisch fanden sich gute Gründe. Als Vater von zwei Kindern in Jami-Klassen sehe ich selbst viele positive Effekte. Und gerade auf dem Dorf ist die Akzeptanz groß, weil die Großeltern der heutigen Schulkinder meist selbst jahrgangsgemischt in der Dorfschule unterrichtet wurden.

Komisch nur, dass fast alle Schulen mit der Einführung der Jami-Klassen warten, bis es rein rechnerisch keine Alternative mehr gibt. Komisch auch, dass die Jahrgangsmischung für die 3. und 4. Klassen im Altlandkreis bis auf Motten durch die Bank abgelehnt wird.