Ein wunderschönes Geburtstagsfest haben die Jagdhornbläser Bad Brückenau zu ihrem 50-jährigen Bestehen gefeiert. Mit vielen Freunden, Ehrengästen und Besuchern, mit Musik, Sonnenschein und bester Stimmung im Georgipark waren es ganz besondere Stunden, die den Zusammenhalt über fünf Jahrzehnte deutlich machten.
Allerlei besondere Angebote wie eine Falknerschau, eine Ausstellung über Wald, Flur und Tiere, kleine Spielmöglichkeiten für Kinder
und eine Fotowand über die Geschichte der Gruppe boten interessante Informationen. Gerade die Falknerschau fand sehr viel Aufmerksamkeit, die beeindruckenden Tiere und die dazugehörigen Erklärungen waren "total super", wie ein Kind sagte. Ebenso super war nach Auffassung der Besucher die Verköstigung. So war es doch recht kurzweilig, auch wenn das offizielle Programm in ein etwas längeres Zeitfenster über den gesamten Nachmittag eingeplant war.


Besonderer Zusammenhalt

In den Grußworten der Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU) und des stellvertretenden Landrates Emil Müller (CSU) wurden Achtung und Anerkennung für diese "lange Zeit des Zusammenhaltes" ausgedrückt, beide wünschten weiterhin viel Erfolg. Brigitte Meyerdierks bedankte sich dafür "dass dieses wunderschöne Fest bei uns im Georgipark stattfindet".
Ein ganz besonderes Bild und ein spezieller Hörgenuss bot sich den Gästen, als die Bläsergruppen zur Begrüßung zusammen spielten. Auf der gegenüberliegenden Seite der Sinn, unter den großen Bäumen, hatten die Bläserinnen und Bläser dafür Aufstellung genommen. Im Laufe des Nachmittags spielte jede Gruppe noch einmal gesondert ganz spezielle Melodien und Signale, die von Heiko Hornung erklärt wurden.
Der Vorsitzende des Bayerischen Jagdverbandes, Gerd Gallitzdörfer, übernahm während des Nachmittags die Moderation und gab einen Rückblick über die vergangenen fünf Jahrzehnte, wobei ein Schlenker zu den "modernen Kommunikationsmitteln nicht fehlte". Er würdigte die "enormen Leistungen all der vielen fleißigen Hände und Köpfe" und dankte den Sponsoren.


Zusammenhalt über Grenzen

Bei den Hornmeistern der anwesenden befreundeten Jagdhornbläser-Gruppen bedankte sich Sandra Hornung für die "jahrelange freundschaftliche Verbundenheit und Zusammenarbeit". Christoph Liebelt aus Schlüchtern erwiderte den Dank an Sandra Hornung für "ihr unermüdliches Engagement und ihren Einsatz, damit das alles so gut funktioniert". Aus den Gästereihen wurde das "Horrido" angestimmt, alle sangen mit.
Enno Piening, Vizepräsident des Bayerischen Jagdverbandes, und Bläserobmann Jürgen Weißmann übernahmen die Ehrungen. Ausgezeichnet wurden Karl Heinz Jäger für 40 Jahre, Dagmar Wengel für 20 Jahre, Ernst Wald für 50 Jahre und Andreas Hochrein für 20 Jahre Mitgliedschaft bei der Jagdhornbläser-Gruppe Bad Brückenau. Sandra Hornung und Harm Homburg erhielten das Ehrenabzeichen Bronze.


1. Preis: ein Wildschwein

Auch MdL Sandro Kirchner (CSU) mischte sich unter die Gäste und übernahm die Aufgabe der Glücksfee, denn es gab ein Wildschwein und einen Rehbock in der Tombola zu gewinnen. Christa Diesterwald aus Hammelburg durfte sich über den Schwarzkittel freuen und Erich Metz aus Burkardroth über den Rehbock.
Und dann kam "Spilk" auf die Außenbühne der Georgihalle, die Gruppe war zuständig für das gemütliche Beisammensein zum Ausklang des Festtages. Frank Schmitt, Martin Reinhard und Joachim Josef Bühner hatten mit ihren Jagdhörnern das Programm angeblasen. Eine große schwarze Wolke über dem Georgipark sorgte nach einer knappen Stunde für rasches Aufräumen draußen und den Umzug in die Halle, doch das tat der Stimmung keinen Abbruch, denn "der harte Kern" der Fans genoss das Musikangebot und die lockeren Sprüche über Jagd und Wald, Landwirtschaft und Bulldogfahren.
Am Vorabend hatte in der Pfarrkirche Oberleichtersbach ein Dankgottesdienst als Hubertusmesse stattgefunden. Pfarrer Dr. Philipp Tropf, selbst Jagdhornbläser, begrüßte mit der Gruppe die Gottesdienstbesucher und feierte danach die Eucharistie. "Es war ein bewegender und ergreifender Gottesdienst" so die Aussagen einiger Gäste des sonntäglichen Festes.