Die Aula reichte nicht für die vielen Absolventen und deren Familien. So fand am Mittwoch die Abschlussfeier mit Zeugnisübergabe für 64 Absolventen der Klassen 9a/b und 10a/b in der Turnhalle der Mittelschule statt. Alle hatten bestanden. Die Bläserklasse setzte unter der Leitung von Lena Baumgart den musikalischen Rahmen für die Abschlussfeier.

Zufrieden war Schulleiterin Ingeborg Hoffmann nicht nur mit den Notendurchschnitten, die zu einem Drittel die Eins
vor dem Komma hatten. Froh war Hoffmann in der vom Freistaat ausgezeichneten "starken Schule" auch darüber, dass alle Schüler gut in den Ausbildungsstellen und in weiterführenden Bildungseinrichtungen untergekommen sind.

"Ich habe schon eine Ausbildungsstelle als Kauffrau im Einzelhandel bei Expert-Müller", verrät Louisa Roth. Mit der Gesamtnote 1,33 ist diese M-Schülerin aus der Klasse 10b heuer die Jahrgangsbeste aller Absolventen. Gleich drei Absolventinnen aus der 10a liegen als Beste mit der Note 1,44 auf Augenhöhe: Kim Kraus will die Fachoberschule (FOS) in Schweinfurt besuchen. Verwaltungsangestellte beim Dienstleistungszentrum der Bundeswehr will Leonie Suntheim werden. Nathalie Faulstich: "Ich gehe auch auf die FOS!". Dort hin geht auch Selina Stadler aus der 10b, die als vierte Schülerin ebenfalls mit der Note 1,44 abschloss.

Unterricht im Feuerwehrhaus

Linda Feser aus der Klasse 9a hat die Note 1,82 und verrät: "Ich will Zahntechnikerin werden". Anna-Lena Schmitt aus der 9b mit der Note 1,55: "Ich gehe in die Gastronomie zur Ausbildung als Hotelfachfrau".
Einen symbolischen Lebensbaustein erhielt jeder Absolvent in Form eines Pflastersteins von der Schulbaustelle. Darin steckte eine Lebensweisheit als kleine Botschaft in einer Papierrolle. Die Schüler hatten in den vergangenen fünf Monaten unter dem Stress der Baustelle zu leiden. Deshalb wichen die zehnten Klassen in den Unterrichtsraum der Hammelburger Feuerwehr aus. Dass es nicht nur einen guten Gemeinschaftssinn zwischen den Schülern gibt sondern auch ein aufbauend harmonisches Verhältnis zu den Lehrkräften, konnte man den zu Herzen gehenden Abschiedsreden von beiden Seiten entnehmen.