Die Ehrungen langjähriger Mitglieder für 40 oder 60 Jahre im Verein standen im Mittelpunkt der Hauptversammlung der KAB (Katholische Arbeitnehmerbewegung) Nüdlingen. Zusammen sind die fünf Männer und Frauen 280 Jahre dabei. Etwa die Hälfte der 42 Mitglieder konnte Elfriede Katzenberger, die die Versammlung im Auftrag des erkrankten Vorsitzenden Oskar Hein leitete, im Pfarrsaal begrüßen.

Unter den Gästen war auch Pfarrer Pater Sony Kochumalayil MSFS (Missionare des heiligen Franz von Sales), der zuvor in der Nüdlinger Pfarrkirche einen Gottesdienst für die verstorbenen KAB-Mitglieder und zu Ehren des heiligen Josef zelebriert hatte. Pater Sony erzählte aus seiner Heimat in Kerala (Indien). Dort ist der Anteil an Katholiken mit 20 Prozent der Bevölkerung wegen des Apostels Thomas recht groß. Rund 100 Priester und mehrere 100 Ordensschwestern gingen von hier aus in die ganze Welt. "Wir beten inständig, dass der Krieg in der Ukraine bald zu Ende geht. Uns geht es um Menschen, nicht um politische Parolen" hob er hervor.

Traditionelle Veranstaltungen fielen aus

Der Rechenschaftsbericht fiel wegen der Corona-Pandemie recht kurz aus. Die traditionellen Veranstaltungen wie die gemeinsame Adventsfeier oder der Seniorentag an Dreikönig konnten nicht stattfinden. Das Frauenfrühstück mit Domvikar Paul Weißmantel, das im März hätte stattfinden sollen, wurde auf den 12. Oktober verlegt. Der Weltgebetstag am 4. März ging über die Bühne. Die Kreuzweg-Andacht am Friedhof findet im Freien statt. An der Mariengrotte vor der Kirche ist eine Maiandacht geplant, ein Termin steht noch nicht fest.

An den letzten beiden Oktober-Wochenenden sind vier Theaterabende eingeplant, falls die Corona-Pandemie zulässt. Weitere Termine sind für dieses Jahr nicht vorgesehen.

Spenden und Zuschüsse

Die Mitglieder genehmigten einstimmig eine Spende für die Ukraine-Hilfe. Eine Glocke im Kirchturm der Pfarrkirche muss repariert werden. Auch dafür gibt die KAB Nüdlingen einen Zuschuss. Schließlich soll auf Kosten der KAB am 1927 erbauten Kindergarten und ehemaligen Schwesternhaus eine Gedenktafel angebracht werden. Sie soll daran erinnern, dass hier bis 1948 Erlöser-Schwestern aus Würzburg und dann bis 2007 Salvatorianerinnen aus Horrem segensreich wirkten. Die Tafel soll dazu beitragen, dass die Schwestern und ihre Arbeit nicht vergessen werden.

Ehrungen

Helga Baudrexl wurde für 40-jährige Mitgliedschaft in der KAB geehrt. 60 Jahre sind Berta Beck, Ernst Kiesel sowie das Ehepaar Albert und Erika Kiesel dabei. Damals hieß die KAB noch Werkvolk. Elfriede Katzenberger betonte ausdrücklich, dass alle Geehrten in unterschiedlichen Funktionen mitgearbeitet haben und zum Teil noch heute aktiv sind. Sie überreichte ihnen Geschenke.