Bürgermeister Nico Rogge machte auf der jüngsten Gemeinderatssitzung im Vorfeld der anstehenden Bürgerversammlungen auf die Hygiene-Konzepte aufmerksam. Diese müssten an allen drei Orten eingehalten werden. Getränke, so Rogge, dürfen verkauft werden, Speisen wird es nicht geben. Maximal 100 Teilnehmer können pro Versammlung eingelassen werden. Rogge bedauerte in diesem Zusammenhang, dass das staatliche Bauamt leider nicht vor den Bürgern referieren kann.

Auch das Thema Amazon und deren Entlohnungspraxis beleuchtete Oerlenbachs Bürgermeister im Gemeinderat. Er bestätigte die zuletzt veröffentlichten Daten und verwies auf ein Schreiben des Versandhändlers, das erst nach der letzten Sitzung eintraf. Darin ist auch der für Bayern ausgehandelte Lohn der Logistik-Mitarbeiter mit 11,62 Euro festgehalten.

Neues Umspannwerk

Wenn die Immissionsgrenzwerte eingehalten und die Zäune ausreichend eingegrünt werden, darf im Bereich der "Schwarzen Pfütze" ein Umspannwerk errichtet werden. Es soll dem Solarpark in Maßbach dienen. Diese Genehmigung fasste der Gemeinderat ohne Gegenstimme. Wenn möglich, das merkten Ratsmitglieder an, könnten dort eine Ladestation für E-Bikes und eine für Autos stehen.

Mit einer Ausnahme erteilte der Gemeinderat einstimmig sein "Ja" für die vorgelegten Bauanträge. Darüber kann sich der Bauwerber einer Halle bei Rottershausen , dessen Bauanfrage für zwei Jahre verlängert wurde, und der Planer für ein Zwei-Familienhaus in Oerlenbach freuen. In Eltingshausen entsteht ein neues Einfamilienhaus, und in Ebenhausen darf eine baufällige Scheune abgerissen werden.

Neubau abgelehnt

Nichts wird es dagegen mit dem Neubau in Ebenhausen. Der Bauplatz liegt - das hat das Landratsamt bestätigt - im Außenbereich. Die jetzt eingereichte moderne Bauweise passe zudem nicht in das Ortsbild, meinten die Räte.

Im Kulturausschuss werden die Mitglieder diskutieren, wie man auf das Schreiben der TV Mainfranken reagieren soll. Der lokale Fernsehsender hatte ein Angebot für ein Ortsporträt vorgelegt.

Ideen für sein Radwegenetz sammelt das Landratsamt. Aus dem Kreis der Ratsmitglieder wurde unter anderem der Wunsch geäußert, Ebenhausen und das nahe Pfersdorf für die Padalritter besser zu verknüpfen.

Glückwünsche für Geschäftsleiter

Einen Tag nach der Gemeinderats-Sitzung feierte Werner Rauh Jubiläum. Der Geschäftsleiter ist seit 30 Jahren im Amt, für sein Engagement überreichte ihm Bürgermeister Rogge ein kleines Präsent.

Über die Schwankungen im Netz der Telekom waren den Ratsmitgliedern mehrere Nachrichten zugetragen worden. Die Verwaltung wird sich um eine Aufklärung bemühen.

Allianz-Managerin zu Gast

Einen Überblick über die Geschichte, die Gegenwart und die Zukunft der Allianz Oberes Werntal verschaffte Eva Fenn dem Gemeinderat. Die Allianz-Managerin verwies auch auf die Tatsache, dass noch in diesem Jahr die Themenfelder Im Kreis der Bürgermeister neu aufgeteilt werden. Zur Allianz zählen derzeit zehn Gemeinden. Sie war einer der ersten und hat Vorbildcharakter für viele nachfolgenden Zusammenschlüsse von Gemeinden. Besonders der Einsatz für die Innenentwicklung und damit für die Ortskerne ist über die Grenzen Unterfrankens hinaus bekannt.

Anna Katharina Paar stellte dem Gemeinderat die Ökomodellregion näher vor, berichtete von den Projekten, die zusammen gestemmt wurden und lud alle Akteure zur Mitarbeit ein. Besonders lobte sie die aktiven Biolandwirte in der Gemeinde und in der Region.

Für die neuen Gemeinderäte war die Sitzung im Rathaus eine Premiere: bisher tagte das Gremium seit der Wahl in der Hegler-Halle.