Eine seltene Gelegenheit bot sich den Besuchern der Museen Schloss Aschach: Ausnahmsweise durften sie einen Blick in das moderne Museumsdepot werfen. "Normalerweise bleibt dieses verschlossen. Heute bietet sich die Möglichkeit, diese verborgene Welt zu erkunden", erklärte Museumsleiterin Annette Späth zu Beginn der Führung.
Von außen lässt die "Alte Mühle", die sich in der Nähe des Schlosses befindet, nicht erkennen, welche Schätze sie im
Innern verbirgt. Betritt man dann jedoch das Depot, so merkt man, wie hier alles den modernen Ansprüchen angepasst wurde. "Hier findet unter anderem das Inventarisieren statt. Wenn ein neuer Gegenstand erworben wird, dann werden seine Daten aufgenommen und sein Standort genau vermerkt", erläuterte Späth. Dies helfe auch dabei, das Objekt später wieder zu finden. Das wäre sonst bei den hier eingelagerten rund 40 000 Gegenständen nicht möglich. Nur so können sie bei Leihanfragen und bei eigenen Ausstellungen schnell aufgefunden werden.


Perfekt klimatisiert

Annette Späth erläuterte den Weg, den eine Neuerwerbung bis zu ihrer endgültigen Lagerung durchläuft. So müssen künftige Exemplare, die hier eingelagert werden, zuerst gereinigt und dann auf Schädlingsbefall hin untersucht und gegebenenfalls gereinigt werden. Hierfür gibt es einen extra Quarantäneraum, in dem mit Kohlenstoffdioxid die Gegenstände behandelt werden. Damit die "verborgenen Schätze" auf lange Zeit erhalten bleiben, muss das Raumklima korrekt eingestellt und laufend überwacht werden. In den modernen Räumen ist dies kein Problem.
Die Besucher waren von den Schätzen, die im Depot lagern, begeistert. Zahlreiche Schulwandtafeln erweckten bei den Besuchern Erinnerungen an die eigene Schulzeit, auch das wertvolle Porzellan war ein echter Hingucker.
Dass hier die Korrespondenz der ehemalige Schlossherren gelagert wird erfuhren die Besucher ebenso. Und so wurde es für alle ein interessanter Nachmittag, der darüber hinaus auch zeigte, wie wichtig solch ein Depot ist.