"Das ist für uns alle nicht einfach", fasst Pia Bauer zusammen. Die Autos sind ihnen auf Reisen ein Stück Heimat geworden.
"Die Wagen haben uns problemlos bis hierher gebracht und wir haben die letzten 14 Tage mit ihnen gelebt und darin übernachtet", schreibt Pia Bauer am letzten Tag der Rallye. Viel Zeit und Liebe hatten sie investiert in die alten Pkw. Manche waren mit vielen gelben Sternen beklebt, auf denen Freunde und Bekannte gute Wünsche schrieben oder viel Glück für die Reise wünschten. "Und jetzt stellen wir sie einfach auf einen großen, staubigen Platz ab und wissen nicht, ob der neue Besitzer sie ebenso hegt und pflegt, wie wir." Immerhin gibt es einen Trost: Die "Frankenbeduinen" und die "Sternfahrer", wie sich die beiden Teams nennen, wissen inzwischen, dass der Erlös der Autos in voller Höhe Flüchtlingskindern aus Berg Karabach zur Verfügung gestellt wird.
Heute kommen die zehn Abenteurer in Frankfurt an. Zwei Teammitglieder waren bereits am Mittwoch zurückgeflogen. "Wir nehmen 1000 neuer Eindrücke mit nach Hause", sagt Pia Bauer. Das Kamel allerdings werden sie nicht mitbringen. Das war für die Sieger der Rallye ausgelobt, und die kamen nicht aus Franken. Vergeben wurden die Plätze eins bis drei, alle anderen gelten als Vierter. "Wir haben uns untereinander auf Platz 4a für die Frankenbeduinen und 4b für die Sternfahrer geeinigt", sagt Pia Bauer. Die Beduinen haben haben wesentlich mehr Aufgaben des Roadbooks erfüllt. "Aber die Platzierung rückt in den Hintergrund, wenn man an die Erlebnisse denkt.
Alle Teilnehmer seien sich einig, dass es eine ganz besondere und sicher unvergessliche reise war. aber keiner von ihnen würde sie noch einmal in dieser Form machen. "Der Gedanke der Rallye ist genial, die ausführung eine Katastrophe" resümiert Pia Bauer. Es habe an vielen Kleinigkeiten gefhlt. Falsche Ortsangaben und fehlende Kommunikation während der Veranstaltung haben die Reise unnötig erschwert."