Mit vier Allradfahrzeugen ist die Bergwacht Rhön aus den Bereitschaften Frammersbach, Bischofsheim, Oberbach und Waldberg seit Dienstag im Hochwassergebiet von Deggendorf im Einsatz. Das berichtete Regionalleiter Bruno Büchs in einem Telefongespräch am Dienstagnachmittag. Zwölf Bergwachtler sind aus Rhön-Grabfeld, Main-Spessart und Bad Kissingen mit dabei, um bei der Evakuierung von durch Hochwasser in Gefahr geratenen Menschen zu helfen.

Ebenfalls alarmiert sind Rettungskräfte des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Unterfranken, sagte BRK-Bezirksgeschäftsführer Reinhold Dietsch. Grund für die Alarmierung ist der Hochwasserpegel in Niederbayern. Mehrere Dörfer der Region mussten wegen den anhaltenden Wassermassen evakuiert werden. Diese Umstände erforderten einen zusätzlichen Einsatz von Hilfskräften aus Unterfranken.
Das entsandte Hilfeleistungskontingent besteht vorwiegend aus Einheiten der BRK-Kreisverbänden Kitzingen, Miltenberg/ Obernburg, Schweinfurt und dem Malteser-Hilfsdienst.
Insgesamt wurden 62 Helferinnen und Helfer entsandt, die mit 16 Einsatzfahrzeugen, drei Motorrädern, drei Feldkochherden und drei Betreuungsanhängern ausgestattet sind.
Um für einen längeren Zeitraum an die 500 Personen zu versorgen, stehen dem Kontingent zusätzlich 205 Feldbetten und 250 Decken zur Verfügung. Die primäre Aufgabe beinhaltet vor allem die Bereitstellung von Essen und Getränken zu allen Tageszeiten. "Der BRK-Kreisverband Rhön-Grabfeld stellt für die Hilfeleistung einen Kommandowagen mit Fahrer zur Verfügung", sagte Heiko Stäblein, Leiter des Rettungsdienstes in Bad Neustadt.