Bruder Edmar starb im Alter von 78 Jahren in Münsterschwarzach. Albin Schäfer, wie Bruder Edmar mit Taufnamen heißt, wurde am 31. Juli 1942 in Obergeiersnest geboren. Nach dem Schulbesuch in Schönderling kam Schäfer 1957 nach Münsterschwarzach in das Lehrlingsseminar St. Plazidus.

Der Heimat verbunden

Bruder Edmar war zeitlebens seiner Heimat sehr verbunden und half beim Familien-Urlaub auch selbstverständlich in der Landwirtschaft mit. Gerne empfing er die Kloster-Besucher aus der Pfarreiengemeinschaft persönlich; in den letzten Jahren haben immer wieder die Kommunionkinder und ihre Eltern diese Gastfreundschaft erfahren.

1959 trat er in die Abtei Münsterschwarzach ein und bekam als neuen Ordensnamen Bruder Edmar. Dort erlernte er das Spengler- und Schmiedehandwerk und war Meister als Gas- und Wasserinstallateur. 1967 schloss er sich dem Kloster auf Lebenszeit an. Ab 1970 war Bruder Edmar Leiter der Installations- und Spenglerwerkstatt und ab 1973 auch Leiter der Heizungsanlagen des gesamten Klosters. Zum 1. August 2017 hatte er die Leitung seiner Werkstatt in jüngere Hände gegeben.

Feuerwehrmann mit Leib und Seele

Sein ganzes Leben lang war Bruder Edmar ein Feuerwehrmann mit "Leib und Seele". Seit dem 21. September 1961 war er Mitglied der Klosterfeuerwehr und 25 Jahre Kommandant der Klosterfeuerwehr und der Stützpunkt-Feuerwehr in Münsterschwarzach für den Landkreis Kitzingen.

Biomasse-Heizung selbst entwickelt

Seit 2000 verfolgt die Abtei Münsterschwarzach das Ziel, ihren Energiebedarf zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen der Region zu stillen. Dass dieses Ziel erreicht wurde, war ein Verdienst von Bruder Edmar. Seine Spezialität war es, die mit ihm entwickelte und langjährig von ihm betreute Biomasse-Heizung des Klosters zu präsentieren.

Requiem

Das Requiem findet am 5. Februar, um 14 Uhr, in der Abteikirche Münsterschwarzach statt. Im Livestream kann das Requiem mitgefeiert werden ( https://www.youtube.com/watch?v=YhPlag247F0). Die Kirchengemeinde Schönderling wird am Samstag, 6. Februar, 18 Uhr, in der Abendmesse seiner gedenken.red