Die ersten größeren Arbeiten an der Garitzer Kreuzung haben begonnen und damit auch die Behinderungen für tausende Autofahrer, die jeden Tag über den Knotenpunkt rollen. Wie Dominik Fertig von der Kissinger Polizei berichtet, kam es am Montagmorgen während des Berufsverkehrs auf dem Westring zu kürzeren Staus an den Baustellenampeln. Der Westring ist bis voraussichtlich Ende der Woche halbseitig gesperrt. Von den Wartezeiten während der Rotphasen abgesehen, lief der Verkehr entlang der Bundesstraße jedoch eher unproblematisch.

Mehr Probleme hatten etliche Autofahrer damit, dass die Garitzer Kreuzung sowohl in Richtung Innenstadt als auch in Richtung Garitz gesperrt ist. "Es haben sich immer wieder Leute verfahren", sagt Fertig. Die Umleitungsstrecken sind aus Sicht der Polizei ausreichend beschildert, jedoch hätten manche Autofahrer Schwierigkeiten, den ausgeschilderten Umfahrungen zu folgen. Insgesamt bräuchten die Verkehrsteilnehmer ein paar Tage Zeit, um sich auf die neue Situation einzustellen. "Es ist normal, dass es am Anfang chaotisch ist. Wir gehen davon aus, dass sich bis Mittwoch wieder legt", meint der Polizeioberkommissar.

Umweg in Sackgasse

Eine Problemstelle bei den Umleitungsstrecken war am Montag das Umfeld um die Staatliche Berufsschule. Hier hätten mehrere Autofahrer die Einbahnstraßenregelung missachtet, die für die Dauer der Umleitung gilt. Für Anlieger kuriose Szenen hatten sich im Wohngebiet am Altenberg abgespielt. Das Viertel ist weder als Umleitungsstrecke ausgeschildert, noch hat es eine eigene Anbindung auf den Westring. Wie Fertig berichtet, haben Autofahrer das allerdings ignoriert und dennoch versucht, über den Wirtschaftsweg hinter der St. Elisabeth Kirche und durch die Lärmschutzmauer einen Weg auf den Stadtring zu finden. "Es wurde versucht, durch den Fußgängerdurchlass auf Höhe der OMV-Tankstelle zu fahren", berichtet Fertig. Da dort kein Auto hindurchpasst, waren die Fahrer gezwungen, zu wenden und umzukehren.

Die offizielle Umleitung in Richtung Innenstadt über den Staffels präsentierte sich an mehreren Stellen als Nadelöhr - etwa im Bereich Parkstraße und Güßgraben. Die Verkehrssituation dort wurde zuletzt von Anliegern sowie von Patienten einer dort ansässigen Arztpraxis öffentlich kritisiert - am Montag ging es dort wiederholt beengt zu.

Der Ostring dürfte im Moment als Ausweichstrecke ein größeres Verkehrsaufkommen zu bewältigen haben als üblich. Aber auch dort kommt es aktuell zu Verkehrsbehinderungen: Zwischen der Abzweigung zum Terrassenschwimmbad und der zum Krankenhausberg ist eine von vier Spuren bis Ende Oktober gesperrt. Dort setzt das Staatliche Bauamt nach Auskunft von Pressesprecherin Nina Marder ein 110 Meter langes Hangsicherungsbauwerk instand. Dafür wird das alte Zaungeflecht erneuert und die Rückverankerungen werden ertüchtigt. "Weiterhin werden die anstehenden Felsböschungen rechts und links der Fahrbahn von losen Felsen befreit und Gehölzarbeiten durchgeführt", erklärt sie. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 220 000 Euro. Um die Böschung auf der gegenüberliegenden Straßenseite frei zu räumen, wird der Geh- und Radweg gesperrt, Radfahrer und Fußgänger werden in Richtung Bahnhof umgeleitet.

Während der "Abenteuer Allrad" Offroad-Messe (21. bis 24. Oktober) baut das Staatliche Bauamt die Verkehrssicherung zurück. Für die An- und Abreise der Messebesucher und Aussteller vom 20. bis 25. Oktober ist der Ostring auf allen Fahrstreifen frei.