Der Bergfriedhof in der Reußendorfer Straße ist, zumindest in den weniger dicht belegten Bereichen, kein schöner Anblick. Unkraut sprießt auf den Wegen und zwischen den Gräbern. Eine Woche lang haben Bauhofmitarbeiter in Handarbeit schon Teile gesäubert, doch diese arbeits- und personalintensiven Einsätze soll es künftig nicht mehr geben. Durch mehr Grün, das gemäht werden kann, soll der Friedhof freundlicher und zugleich ordentlicher werden. Bürgermeister Gerd Kleinhenz (PWW) lud die Gemeinderäte zum Ortstermin ein.

Angehörigen stärker in die Pflicht nehmen

Unkrautvernichtungsmittel spritzen, wie dies in früherer Zeit praktiziert wurde, sei heute keine Option mehr, machte der Bürgermeister deutlich. In der Nachbarkommune Bischofsheim wurde nachgefragt, ob thermische Unkrautvernichtung funktioniere, was aber nicht der Fall sei. Um der Gemeinde Kosten zu sparen, wurde von Seiten der Verwaltung vorgeschlagen, die freien Flächen mit Rasen zu begrünen. Kleine Flächen könnten mit Rollrasen belegt, größere angesät werden. Auch müsse die künftige Belegung entsprechend vergeben werden, um ein einheitliches und würdiges Friedhofsbild zu erhalten. Angesprochen wurde auch das Thema "ungepflegte Gräber". Hier sollten die Angehörigen stärker in die Pflicht genommen werden, wie insgesamt bei der Pflege rund um die Gräber. Diskutiert wurde auch über die künftige Gestaltung der Wege, eventuell könne der Hauptweg gepflastert werden. Im nächsten Schritt soll in der Verwaltung ein Konzept erstellt und dem Gremium erneut zum Beschluss vorgestellt werden.

Hutewaldcharakter beibehalten

Im Jahresbetriebsplan für den Wildfleckener Wald wurden verschiedene Maßnahmen festgelegt, wie eine Altdurchforstung im Fichten-, Buchen und Eschenbestand durch Einsatz einer Harvester (Holzvollernter) sowie die Endnutzung im Fichtenbestand zur Fortführung der Naturverjüngung. Heimische Baumarten sollen auf Kalamitätsflächen gepflanzt und vor Wildverbiss geschützt werden, wofür es Fördermittel gibt. Vitale Eschen sollen durch Entnahme von sogenannten Bedrängern gefördert werden. Spezielle Biotopbäume sollen im Rahmen eines Förderprojekts ausgewählt und erhalten werden, um den Hutewaldcharakter beizubehalten.

Alle Fichten werden gefällt

Am Auersberg ist ein größerer Holzeinschlag geplant. Wie der Bürgermeister erläuterte, sei es laut Jochen Manke von der Forstverwaltung Rupboden, die die Betreuung der rund 120 Hektar Gemeindewald übernimmt, aktuell aufgrund der gestiegenen Holzpreise sinnvoll, die seit rund zwei Jahren aufgeschobenen Holzeinschläge vorzunehmen. Da am Auersberg immer wieder Käferholz anfalle und es aufgrund der Zufahrt über den Truppenübungsplatz recht umständlich sei, sollen nun alle Fichten in dem Bestand gefällt werden, um einen reinen Laubholzbestand (Bergahorn, Buche, Esche) zu erhalten. Es würden dadurch keine größeren Kahlflächen entstehen, da die Fichten vereinzelt stehen, und somit sei auch eine Wiederaufforstung nicht nötig. Gerechnet wird mit etwa 350 Festmeter Holz. Der Auftrag zum Holzeinschlag wurde erteilt. Den zu erwartenden Einnahmen von rund 18.000 Euro stehen Aufarbeitungskosten in Höhe von rund 7000 Euro gegenüber.