Nach über zwei Jahren rollt auf der Kreisstraße K30 zwischen Roßbach und Rupboden wieder der Verkehr. Landrat Thomas Bold hat gemeinsam mit dem Bürgermeister von Zeitlofs, Matthias Hauke, die neu ausgebaute Fahrbahn freigegeben. "Mit der jetzt fertig gestellten Strecke erhöht sich die Verkehrssicherheit. Außerdem wird die Verkehrsinfrastruktur für die Verkehrsteilnehmer im Markt Zeitlofs erheblich verbessert", sagt Landrat Thomas Bold.

Die Fahrbahn wurde auf einer Länge von 3,2 Kilometern erneuert und von ursprünglich 5,25 Meter auf sechs Meter verbreitert. Zusätzlich wurde auf einer Länge von 650 Metern ein Geh- und Radweg gebaut, er ist 2,5 Meter breit. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 4 024 000 Euro. Der Landkreis Bad Kissingen erhielt eine Förderung von 2 538 000 Euro.

Die ursprüngliche Kreisstraße war in den 1960er Jahren gebaut worden und genügte zuletzt nicht mehr den funktionalen und sicherheitstechnischen Anforderungen. So war der Aufbau der bestehenden Fahrbahn für das aktuelle Verkehrsaufkommen zu gering bemessen. Die Fahrbahnbreite war deutlich unter dem Standard einer Kreisstraße. Der Belag wies zuletzt starke Unebenheiten durch Bauschäden und Reparaturarbeiten auf. Weil kaum Bankette vorhanden war, war die Verkehrssicherheit zudem eingeschränkt. Außerdem waren die Grundstücksverhältnisse nicht klar, sie lagen zum Teil im Fahrbahnbereich.

Die Firma August Ullrich (Elfershausen) hatte am 2. Juli 2018 mit den Bauarbeiten begonnen, mit den Planungen und der Bauüberwachung war das Ingenieurbüro Zehe (Bad Neustadt) betraut. Das Projekt war in zwei Bauabschnitte gegliedert: Abschnitt 1 reichte vom Abzweig nach Weißenbach bis Rupboden, Abschnitt 2 von Roßbach bis zum Abzweig Weißenbach.

Für eine kurze Verzögerung sorgte die Wasser- und Abwasserdruckleitung im Bereich der Fahrbahn. Bei der Verlegung brach durch widrige Umstände die neu installierte Wasserleitung auseinander, wodurch das Wasserleitungsnetz verunreinigt wurde. Zum Glück waren Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie Mitarbeiter der Firma Ullrich und vom Markt Zeitlofs schnell vor Ort und konnten größere Schäden verhindern. Die Leitungen wurden teilweise verlegt, die Kosten dafür trägt der Markt Zeitlofs.

Die Kirchliche Segnung nahmen Pfarrerin Barbara Weichert und Diakon Kim Sell vor. Die irischen Segenswünsche "Möge die Straße uns zusammen führen", hatte Sell zu diesem Anlass ausgewählt. Mit Gebeten und Fürbitten wurde um Gottes Schutz für alle Verkehrsteilnehmer gebeten, aber auch um gegenseitige Rücksichtnahme. "Danken wir Gott, dass wir mobil sein dürfen."

Zeitlofs Bürgermeister Matthias Hauke freute sich, dass innerhalb kurzer Zeit die zweite Straßenbaumaßnahme in seinem Zuständigkeitsbereich der Öffentlichkeit übergeben werden konnte. Vor kurzem die Straße im Tal und jetzt die Straße "auf der Höh", wie es im Volksmund heiße. Gekommen war auch sein Vorgänger im Bürgermeisteramt Wilhelm Friedrich.

Hauke dankte dem Landkreis Bad Kissingen und Bold, dass der Verkehr zwischen Rupboden und Roßbach nun sicherer und komfortabler fließen könne. Der Straßenbegleitende Geh- und Radweg bringe mehr Sicherheit für Einheimische wie auch Touristen. Zudem werde das Radfahren auch abseits des Rhönexpress Bahn-Radweg attraktiv und interessant.