Bei der jüngsten Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative "Sinntal gegen die Stromtrasse" wurde der Vorstand komplett und einstimmig im Amt bestätigt. Einsatz und Engagement des bisherigen Vorstandes würdigten die Mitglieder mit der Bestätigung aller Ämter.

Momentan sei es "etwas ruhiger um Südlink geworden, aber noch nicht vorbei" so Vorstand Ingo Queck. Ein Haupthindernis sei das Fehlen von Speichern, obwohl die Technik vorhanden sei. Doch seien Methoden wie "power-to-gas" oder "power-to-liquids" derzeit nicht rentabel. Ein großer Negativ-Punkt sei, als "die Bösen", die eine saubere Energiewende verhindern würden, tituliert zu werden. Doch sei es möglich, weiter zu diskutieren, solange die Baugenehmigung für die Trassen nicht abgeschlossen sei.


Verändertes Auftreten von Tennet

Franz Zang berichtete von einem veränderten Auftreten von Tennet. Der Netzbetreiber als auch die Bundesnetzagentur würden die Kommunikation mit der BI suchen. Die geplante Netzspannung sei nun niedriger, Tennet würde nun eine konservative Lösung anstreben. Im Falle einer Erdverkabelung gebe es eine "heiße Diskussion" um die Kabelschächte, da über dem Kabelverlauf nur "normale Landwirtschaft", jedoch kein Baumbewuchs möglich sei. Dies sei ein "riesiger Eingriff in die bayerischen Staatsforsten", die man als Verbündete betrachten könne.

Zang verwies auf den Raumwiderstand des Biosphärenreservats. Zusammen mit FFH-, Naturschutz- und Wasserschutzgebieten habe man "eine Menge Mittel, um Widerstand aufzubauen." Zudem machten die Hänge in der Rhön mit Neigungen von bis zu über 30° sowie die Bodenbeschaffenheit eine Erdverkabelung "hier sehr schwierig". Adelheid Zimmermann (FDP) sagte, die Bürgerinitiativen "haben Politik bewegt". Die Stadt sei Vorreiter in Nordbayern.


Vorstand der BI "Sinntal gegen die Stromtrasse:

Zwei gleichberechtigte Vorsitzende Ingo Queck, Erwin Miller; Schriftführerin Vera Haydu; Kassenwart Armin Stelzner; Beisitzer Josef Dieser, Anton Kiefer, Franz Zang, Gerhard Schumm, Jakob Euba; Kassenprüfer Heike Tesar, Gerhard Appel