Hartnäckig war sie schon: Die Forstbrücke Pelzkappe II an der Rhönautobahn bei Schondra. Mehrere Bagger bissen sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag sprichwörtlich die Zähne aus an dem Betonbauwerk, das durch eine neue Brücke ersetzt werden soll. Das Hämmern der Stahlmeißel war noch in mehreren Kilometern Entfernung zu hören. Um die Autobahn A 7 nicht zu beschädigen, wurde die Fahrbahn durch dicke Holzbohlen vor herabfallenden Teilen geschützt.

Die Staubwolke quoll mehrere hundert Meter weit in den Nachthimmel. Die Forstbrücke Pelzkappe II spielt im für Fremde extrem verwirrenden Wegenetz des Neuwirthauser Forstes eine große Rolle, um die forstwirtschaftliche Logistik sicherzustellen. Der Neuwirtshauser Forst mit seinen mehr als 20 Quadratkilometern ist vollständig bewaldet, wird aber von der Rhönautobahn und von der Bundesstraße B 27 durchkreuzt.

Abbruch ging zügig voran

Die Abbrucharbeiten gingen in der Nacht von Samstag auf Sonntag zügig voran, auch wenn der Abriss des armierten Betons mühseliges Stückwerk war. Die Autobahn wurde in den frühen Morgenstunden des Sonntags wieder für den Verkehr freigegeben. Die Belastung durch den Umleitungsverkehr hielten sich in der Nacht in Grenzen. Der Verkehrsdichte war an diesem Wochenende nicht außergewöhnlich hoch. Die angekündigten Regenfälle blieben weitgehend in der Nacht aus.

Den Abriss hatte die Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Nordbayern, am 10. März angekündigt. Eine Sperrung der A 7 zwischen den Anschlussstellen Bad Brückenau/Wildflecken und Bad Kissingen/Oberthulba während der Nachtstunden auf den 14. März war dafür erforderlich geworden. Betroffen war auch die Tank- und Rastanlage Rhön.

Weitere Verkehrsbeeinträchtigungen möglich

Bei den nun folgenden Arbeiten kann es immer wieder zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen, wie die Autobahn GmbH des Bundes bereits im Vorfeld mitgeteilt hatte. Dies betrifft den Zeitraum von März bis zum Dezember 2021. Denn immer wieder werden die Verantwortlichen die Verkehrsführung ändern müssen. Und weiter: "Die Umleitung in Fahrtrichtung Ulm erfolgt über die Bedarfsumleitung U 56, in Fahrtrichtung Fulda über die Bedarfsumleitung U 61", teilten die Verantwortlichen in der Pressemeldung abschließend mit.