"Die Elfershäuser sagen ja: Am Besten sollte jeder Ort, der betroffen ist, eine Bürgerinitiative gründen", erzählt Karges weiter, "da haben wir einfach mal angefangen". Noch suche man nach Verbündeten. Nächste Woche wird ein erstes formloses Treffen stattfinden.

" Man kann sich das ja gar nicht vorstellen", sagt Monika Karges und entrollt ein Plakat. Darauf ist mit feinen Strichen ihr Haus gezeichnet - und daneben die Trasse . "75 minus neun", rechnet Enkel Yannick vor. "66 Me ter höher als das Haus", stellt er fest. "Das ist ja sogar höher als der Kreßberg!"

Auch Sigrun Morshäuser hat sich dem Protest angeschlossen. Von ihrem Haus aus kann sie die Autobahn sehen und hören. "Das ist mehr als genug!", macht sie klar. "Wenn wir nichts machen, dann passiert auch nichts!", ist sie sich sicher. Die gestörte Aussicht, mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen, das Klirren der Leitungen bei Frost - viele Argumente sprechen aus Sicht der Anwohner gegen das Mega-Projekt. Auch Yannick hat noch eins im Angebot: "Wo sollen wir denn dann Drachen steigen lassen?".