Mit fünf Sitzen im Marktgemeinderat hat sich die Freie Wählergemeinschaft Schönderling (FWG) zwei Plätze mehr erkämpft. Das ist ein beachtliches Ergebnis, das maßgeblich mit Beatrix Lieb (FWG) zusammenhängt. Die Schönderlingerin hatte Bernold Martin (CSU) im Kampf um das Bürgermeisteramt herausgefordert. Sie unterlag dem Amtsinhaber jedoch mit 395 zu 662 Stimmen.

Die Wahlbeteiligung war wegen des spannenden Duells besonders hoch. 78,38 Prozent der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab. Zum Vergleich: Vor sechs Jahren, als Martin und Klemens Markert antraten, lag die Wahlbeteiligung mit 82,52 Prozent sogar noch höher.

Die Christsozialen und der Christliche Bürgerblock (CSU/ CBB) verloren einen Sitz. Sie brachten es mit 6329 Stimmen lediglich auf rund 27 Prozent und schicken nur noch drei Kandidaten in den Rat. Auch die Gruppierung Aktive Bürger Markt Schondra (ABS) büßte einen Sitz ein und ist nur noch mit drei Vertretern dabei. 6215 Bürger (rund 26 Prozent) gaben ihre Stimme den ABS.

Martin setzt auf Zusammenarbeit

Großer Gewinner sind eindeutig die Schönderlinger. Die FWG sicherte sich mit 8614 Stimmen rund 38 Prozent. Die Freie Wählergruppe Singenrain (FWGrSi) schickt mit Jürgen Metz einen Kandidaten ins Gremium. Knapp zehn Prozent und 2292 Stimmen entfielen auf die FWGrSi.

"Vom neuen Gemeinderat erwarte ich dasselbe wie vom alten", sagt der im Amt bestätigte Bürgermeister Bernold Martin: "Eine gute Zusammenarbeit." Das Erstarken der Schönderlinger macht ihm keine Sorgen. "Es geht hier nicht um Parteien oder einzelne Ortsteile. Es geht um alle - gleichberechtigt", sagt das alte und neue Dorfoberhaupt.