In gebührendem Abstand hielten die vier Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft Bad Brückenau (VG) am Montagabend Sitzung. Wegen der Corona-Pandemie weichen sie für ihre Treffen zur Zeit ins Riedenberger Gemeindezentrum aus. Dort ist genügend Platz, um die Abstände einzuhalten zu können.

Im öffentlichen Teil der Sitzung sprachen sie über die neue Geschäftsordnung und legten die Höhe der Entschädigungen fest, die Bürgermeister und weitere Teilnehmer der VG-Sitzungen erhalten. Die Geschäftsordnung wurde ohne größere Diskussion angenommen. Im Wesentlichen basiert sie auf der alten Fassung. Auf Empfehlung des Bayerischen Gemeindetags hatte die Verwaltung verschiedene Punkte angepasst oder aus rechtlichen Gründen Formulierungen anders gewählt.

Entschädigung erhöht

In einem Punkt folgten die Bürgermeister der Muster-Satzung aber nicht. Es bleibt dabei, dass die Befugnisse des Gemeinschaftsvorsitzenden eine Summe von 10.000 Euro nicht überschreiten. Auch andere Ausgaben sind gedeckelt, so dass ein einzelner nicht unbegrenzt über die Finanzen der VG verfügen darf. Für die laufende Wahlperiode ist der Oberleichtersbacher Bürgermeister Dieter Muth (WG) als Vorsitzender der VG wiedergewählt worden.

Bei der Festlegung der Entschädigungszahlungen orientierte sich das Gremium ebenfalls daran, wie es bisher gehandhabt wurde. Allerdings erhöhte es die Beträge. Ehrenamtliche Mitglieder der Gemeinschaftsversammlung erhalten pro Sitzung 25 Euro, zuvor waren es 15 Euro. Weil er die meiste Arbeit hat, erhält der Vorsitzende monatlich 1200 Euro sowie einen Bonus in Höhe von 840 Euro zum Jahresende. Zuvor waren es 1066 Euro monatlich und eine Sonderzahlung in Höhe von 746 Euro.

"Das war überfällig", erklärt stellvertretender Amtsleiter Karlheinz Schmitt die Erhöhung auf Nachfrage der Redaktion. Das Sitzungsgeld der VG liege immer noch deutlich im unteren Bereich, wenn man sich die Entschädigung von Gemeinde- und Stadträten im Landkreis anschaue.