Der 35-Jährige aus Schlüchtern, der im Prozess um einen getöteten Automatensprenger aus Zeitlofs zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt worden ist, hat Revision gegen das Urteil des Landgerichts Hanau eingelegt. Das teilt Hanauer Landgerichtssprecher Andreas Weiß auf Anfrage mit.

Die erste Große Strafkammer hatte ihn des versuchten Mordes, des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, des schweren Diebstahls und der Sachbeschädigung sowie des unerlaubten Waffenbesitzes und des Umgangs mit explosiven Stoffen für schuldig befunden. Ihm war vorgeworfen worden, mit einem 52-Jährigen aus Schlüchtern sowie einem 47-Jährigen aus Zeitlofs einen Fahrkartenautomaten in Gaubüttelbrunn gesprengt zu haben. Dabei war der Zeitlofser von einer Metalltür schwer am Kopf verletzt worden. Er verstarb wohl noch während der Fahrt zum Bahnhof in Salmünster, wo die Komplizen ihn abgelegt hatten.

Akten an Bundesgerichtshof?

Nach Zustellung des schriftlichen Urteils bleibt dem 35-Jährigen und seinem Anwalt ein Monat, um die Revision zu begründen. Wird diese nicht noch zurückgezogen, geht die Akte an den Bundesgerichtshof (BGH), der das Urteil auf sachliche oder formelle Fehler prüft. Bei einer Berufung, die in dem Fall nicht zulässig war, würden die Beweise erneut erhoben. Wahrscheinlich ist es laut Weiß, dass der BGH die Revision verwirft oder das Urteil aufhebt und das Verfahren an eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückverweist.

Das Urteil gegen den 52-Jährigen, der zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt worden war, ist indes rechtskräftig. Er verzichtete auf Rechtsmittel. Nach der Urteilsverkündung hatten die Staatsanwaltschaft und die Nebenklage Rechtsmittelverzicht erklärt.