Marcel Brähler, Leiter Controlling bei der Staatlichen Mineralbrunnen AG, erklärt: "Die Quelle ist nicht leer. Daran liegt es nicht." Vielmehr werde das Leergut knapp. Seit Jahren gehe der Trend dahin zurück, dass Kunden wieder vermehrt zu Glasflaschen greifen.

Deshalb trifft der Engpass im Moment vor allem in Glasflaschen abgefülltes Mineralwasser des heimischen Abfüllbetriebs. "Unsere Produktionskapazitäten sind ausgelastet", ergänzt Brähler. Die heißen Wochen im Juni und jetzt wieder sorgen für hervorragenden Absatz des Bad Brückenauer Mineralwassers.

Leergut zurückbringen

Die Lieferschwierigkeiten seien punktuell und definitiv nicht dauerhaft, versichert er. "Unsere Produktverfügbarkeit ist sehr, sehr hoch - wenn auch nicht bei 100 Prozent." Schon im vergangenen Jahr sorgte die Hitze für kauffreudige Kunden und demzufolge eine hohe Auslastung des Werks im Gewerbegebiet Buchrasen. In den Sommermonaten werde an der Glasabfüllanlage im Dreischichtbetrieb gearbeitet, berichtet Brähler. Das sei durchaus üblich in der Branche der Getränkehersteller und mit anderen Sommern vergleichbar.

"Die Verbraucher sollen ihr Leergut möglichst früh zurückgeben", appelliert Brähler an die Kunden. Denn nur wenn leere Flaschen zurückkommen, kann wieder neues Mineralwasser in den Regalen stehen - egal aus welcher Quelle.