Geschäftiges Treiben und frohe Stimmung herrschen in der Galerie Form und Farbe. Die Vorbereitungen für die erste Ausstellung in diesem Jahr mit der Bildhauerin Irene Peil und der Malerin Ute Plank finden gerade statt.
"Lebendig" heißt die Präsentation. Sie fasst die Kunst der beiden Frauen zusammen. Bewegung ist zentrales Thema der Arbeiten von Irene Peil. Ihre Skulpturen sind reduziert. So kann die Form frei schwingen und die Oberfläche lädt zum Berühren ein.

Die Trilogie "Glaube - Liebe - Hoffnung" drückt dies in besonderer Weise aus und ist der Künstlerin eine wirkliche Herzensangelegenheit. Liebevoll beschreibt sie, wie die groben Steine sozusagen als Abfallprodukte in ihren Besitz kamen und die Zeit dazu beitrug, die Idee für die Verarbeitung zu finden.

Drei völlig verschiedene Steine hat sie für die Trilogie verarbeitet, in verschiedene Formen gebracht und die Namen ganz bewusst gewählt. "Manchmal liegen die Steine lange da, bis ich weiß, was daraus wird", sagte sie bei der Vorbereitung zur Ausstellung in der Galerie. Für sie ist es Faszination und Herausforderung, Bewegung darzustellen, einem Stein die Schwere zu nehmen und ungewöhnliche Materialien zu erproben.

Irene Peil ist 1952 geboren, studierte Lehramt für Grund- und Hauptschle und begann erst Mitte der 1990er Jahre mit dem Studium der Bilhauerei an einer privaten Kunstschule in Bochum. Ihr Weg führte sie auch nach Breslau, Dresden, Berlin und Italien. Es folgten zahlreiche Ausstellungen und die Beteiligung an Projekten.
Die Malerin Ute Plank entlässt in ihren Bildern die Personen aus ihren engen Räumen und führt sie in unerwarteten Begegnungen zusammen. Sie lässt sie in rätselhaften und amüsanten Wimmelbildern wieder lebendig werden. Die Titel für ihre Bilder findet sie schon mal in einem Fernsehformat: So gibt es bei ihr einen Frauentausch in Öl auf Kunstdruck.

Lucas Cranach der Ältere bekommt in seinem Bild "Lasset die Kindlein zu mir kommen" um 1530 Besuch von Frauen verschiedener Epochen. "In unserer Familie hat Kunst schon immer eine Rolle gespielt, und so entwickelte sich eine Vertrautheit mit den Figuren, die ich gerne miteinander in Verbindung bringen wollte", erklärte sie ihre Vorgehensweise. Auf den ersten Blick ist der Austausch meist nicht zu erkennen, doch spannend ist es diesen zu entdecken.

Ute Plank ist 1966 in Nürnberg geboren, studierte dort und in Lauf an der Akademie der bildenden Künste. Im Jahr 1999 bekam sie den Publikumspreis der Stadt Lauf. Von 1999 bis 2011 hatte sie eine Malschule für Kinder und Erwachsene. Sie illustrierte Bücher, einen Gedichtband und hatte zahlreiche Ausstellungen in verschiedenen Städten. In der Künstlergemeinschaft "Kunst-sucht-Liebhaber" sind beide Damen Mitglieder.


Die Vernissage der Ausstellung "Lebendig" findet am Sonntag, 12. März, um 17 Uhr in der Galerie Form und Farbe in Bad Brückenau, Bahnhofstraße 19, statt. Die Ausstellung läuft bis 9. April und ist samstags und sonntags jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet.