Das fiktive Szenario hatte es in sich. Angenommen wurde ein Brand auf dem Grieshof, der sich recht abgelegen auf einer Fläche von fast 70 Hektar rund zweieinhalb Kilometer nördlich der Gemeinde in unmittelbarer Nähe der bayerisch-hessischen Landesgrenze erstreckt. Das Anwesen verfügt über keine ortsfeste Löschwasserversorgung. Die besondere Herausforderung für die rund 130 Einsatzkräfte bestand darin, mit Hilfe von mehreren Verstärkerpumpen eine ungefähr 2200 Meter lange Schlauchleitung für den Löschwassertransport zu legen, wobei es ein gehöriges Stück der Strecke querfeldein steil bergauf ging.


Polizei ist auch dabei

In der Nähe des Zeitlofser Schlosses ist kurz vor der Alarmübung der sogenannte Bereitstellungsplatz bereits eingerichtet, der Funkverkehr wird über die bekannten Frequenzen abgewickelt. Auf dem Areal laufen alle Fäden zusammen, es ist erste Anfahrtstelle für die nach und nach eintreffenden Feuerwehrwagen mit den Mannschaften. Auch eine Streife der Bad Brückenauer Polizei ist dabei.
Markus Ullrich, in dessen Händen sowohl Planung als auch Leitung des gesamten Einsatzes liegen, gibt den Kollegen aus den beiden Bundesländern klare und knappe Anweisungen. Schließlich haben die Führungsdienstgrade der Brandschützer bei einer zweistündigen Vorbesprechung vor einigen Tagen bereits gezielte Informationen zum Prozedere bekommen. Dazu gehört auch eine detaillierte Orts- und Streckenskizze, auf der die Route zum Zielort genau markiert ist.