Kirchner kam um die Jahrtausendwende als Kind nach Bad Brückenau, weil sein Vater Gerd Kirchner die Stelle als evangelischer Pfarrer in der Friedenskirche antrat. Derzeit arbeitet der gebürtige Hofheimer noch als Assistent der Geschäftsleitung der Weckbecker-Klinik, wird dann aber in die Baubranche, zu einer Firma in Sulzdorf an der Lederhecke (Landkreis Rhön-Grabfeld) wechseln.

Die Entscheidung, so Jonathan Kirchner im Stadtrat, sei keine leichte gewesen, eben weil er 21 Jahre in der Kurstadt gelebt habe. Es sei ein "heftiger Cut", eben weil er alles in Bad Brückenau hinter sich lasse.

Bürgermeister Jochen Vogel (CSU) bedauerte Kirchners Weggang. Er habe dessen Arbeit sehr geschätzt.

Listennachfolger für den scheidenden Stadtrat wäre laut Kommunalwahl 2020 ein alter Bekannter: Eberhard Schelle, der schon einige Jahre für die PWG im Gremium saß. Er soll nun gefragt werden, ob er bereit ist nachzurücken. Wäre das der Fall, würde Schelle in der Stadtratssitzung im Januar vereidigt. Auch müssen Kirchners Posten im Rechnungsprüfungsausschuss und im Werkausschuss aus der PWG-Fraktion neu besetzt werden.