Von 8 bis 12 Uhr wird Angelika Untch für Pflegende Angehörige wie auch Pflegebedürftige als Ansprechpartner vor Ort sein. Sie ist Gesundheits-, Krankenpflegerin und Pflegeberaterin.

Bürgermeister Georg Seiffert freut sich, dass es in Bischofsheim mit der Außensprechstunde des Pflegestützpunktes eine weitere Unterstützung für ältere Menschen sowie Hilfe- und Orientierung suchende Menschen gibt. Als Sabine Wenzel-Geier die telefonische Anfrage stellte, habe er sofort gesagt: "Das machen wir." "Das war eine der kürzesten Anfragen", erinnert sich Wenzel-Geier an Seifferts Spontanität.

Der Pflegestützpunkt Rhön-Grabfeld wurde vor zehn Jahren ins Leben gerufen und berät kostenfrei, neutral und trägerübergreifend über Fragen rund um das komplexe Thema Pflege. Eine Vielzahl an Hilfen und Informationen werden gebündelt, vor allem auch regionale Angebote im Landkreis von Essen auf Rädern, über die Unterstützungsmöglichkeiten in der Häuslichkeit bis zum geeigneten Pflegeheimplatz. "Pflegebedürftigkeit tritt oft unvorhergesehen ein", sagte Wenzel-Geier. "Immer mehr Menschen sehen sich mit dem Thema konfrontiert." Dabei gehe es um mehr als Geld und Anträge. Der Pflegestützpunkt unterstütze schnell und unkompliziert bei allen Fragen und durchaus auch schon, bevor eine Pflegestufe vorhanden ist und Pflege notwendig. Der Beratungsbedarf habe in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, sagt Sabine Wenzel-Geier. Die Sprechzeiten in Bad Neustadt mussten erweitert werden, um das Aufkommen abfangen zu können und in den Gesprächen nicht unter Zeitdruck zu geraten.

Möglichkeiten und Entlastungen

Oftmals seien es sehr persönliche Dinge, die zu besprechen sind. Unsicherheiten, Fragen, Ängste und auch Befürchtungen kommen zur Sprache. Sowohl  Pflegebedürftige als auch Angehörige oder auch Freunde, Nachbarn und Bekannte, ob sie die Pflege nun aktiv übernehmen oder nicht, können sich beraten lassen. "Wir zeigen auf, welche Möglichkeiten es gibt, welche Entlastungen denkbar sind und geben auch konkrete Adressen weiter." Empfehlungen für einzelne Häuser oder Pflegedienste geben die Mitarbeiter des Pflegestützpunktes allerdings nicht weiter. "Wir wollen neutral und unabhängig sein."

Anhand einer Postleitzahlenanalyse wurde festgestellt, dass aus dem Bereich der oberen Rhön, dem Bereich Bischofsheim eher weniger Anfragen kommen. "Das hat uns bewogen, in Bischofsheim eine Außensprechstunde einzurichten", begründete Wenzel-Geier die Entscheidung. Nicht nur an Bischofsheimer richte sich die Außensprechstunde im Rathaus, betonte Georg Seiffert. Er sieht es als Beratungsangebot für die umliegenden Gemeinden der Kreuzbergallianz zu der neben Bischofsheim auch Oberelsbach, Sandberg und Schönau gehört. Zur Beratungsspektrum gehört auch die Unterstützung bei Unklarheiten zu Gutachten im pflegerischen Bereich, Hilfe bei Antragsstellungen für Pflegestufen und auch Informationen zur Förderprogrammen, wenn bauliche Anpassungen in den eigenen vier Wänden nötig werden. Es eine offen Außensprechstunde, das heißt, es ist keine Anmeldung notwendig. Allerdings sind Terminvereinbarungen unter Tel.: 09771/941 29 möglich, um eventuelle Wartezeiten zu vermeiden.

Weitere Aktionen

Im Rahmen des Aktionsmonats "Gesund älter werden" bietet der Pflegestützpunkt auch in Fladungen im Rathaus (26. Oktober, 9 bis 12 Uhr), Mellrichstadt in der Verwaltungsgemeinschaft (12. Oktober, von 9 bis 12 Uhr) und Bad Königshofen im Rathaus (22. Oktober, von 13.30 bis 16.30Uhr ) Außensprechstunden an. Diese sind aber nur einmalig im Gegensatz zum neuen monatlichen Angebot in Bischofsheim. Aufgrund der hohen Nachfrage werden darüber hinaus zum 1. Oktober die Öffnungszeiten des Pflegestützpunktes in Bad Neustadt erweitert. Die neuen Öffnungszeiten sind: Montag, Mittwoch und Freitag, von 9 bis 13 Uhr, Dienstag und Donnerstag, von 13 bis 17 Uhr. Die Bischofsheimer Termine sind für die nächsten drei Monate, am 2. Oktober, am 6. November und am 4. Dezember, jeweils von 8 bis 12 Uhr. Weitere Infos unter im Internet.