"Ein Bett im Kornfeld...", schon 1976 wusste Jürgen Drews offenbar, dass ein Kornfeld eine einmalige Faszination ausübt. In der Rhön und im Grabfeld fallen in diesem Jahr besonders die Unmengen an blauen Kornblumen auf. Die Kornblumen wie auch der rote Klatschmohn war einige Jahre lang nahezu komplett von den Äckern verschwunden, doch immer mehr Landwirte besinnen sich der Bedeutung dieser sogenannten "Ackerwildkräuter" und geben Kornblume und Co. eine Chance auf ihren Feldern.

Möglich wird dies durch ein entsprechendes Förderprogramm des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde, die die Flächen für diese naturschutzfachliche Maßnahme festlegt und natürlich mit den Landwirten, die sich hierfür bereit erklären. Michael Krämer (Untere Naturschutzbehörde) und Theresia Dietz (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Bad Neustadt) überzeugten sich in Unterweißenbrunn über den Erfolg des Projektes.

143 Landwirte waren im vorigen Jahr im Landkreis Rhön-Grabfeld im Rahmen des Bayerischen Vertragsnaturschutzes in Sachen Extensive Ackernutzung für Feldbrüter und Ackerwildkräuter tätig. "Aktuell können wir von mehr als 150 Landwirten ausgehen", sind sich beide sicher und würde sich freuen, wenn noch mehr Landwirte dem Programm anschließen würden.