Begleitet von den Klängen der Georgi-Bläser Bad Brückenau, zogen die Wehrmänner aus Bad Brückenau und den Ortsteilwehren gemeinsam mit den Honoratioren von Stadt, Landkreis und Feuerwehrverwaltung vom alten Rathaus zur katholischen Stadtpfarrkirche.
Der Festgottesdienst, ebenso musikalisch gestaltet von den Georgi-Bläsern und zelebriert von Pfarrvikar Norbert Wahler, stand ganz im Zeichen des Schutzpatrons der Feuerwehren, dem heiligen Florian. Dass Wehrmänner Wasser als notwendiges Mittel ansehen und es nicht scheuen, zeigte sich, als nach Ende des Gottesdienstes trotz einsetzendem Regenwetter wieder gemeinsam mit Musik zum Feuerwehrhaus gezogen wurde.
Dort standen Ehrungen an. Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks und der stellvertretende Landrat Emil Müller betonten den immer höher werdenden Stellenwert des Ehrenamts in unserer Gesellschaft, speziell hier das Ehrenamt als Wehrmann oder Frau in einer freiwilligen Feuerwehr.
Das traditionelle Bild des feuerlöschenden Wehrmanns habe sich stark gewandelt, hin zu einem umfassend ausgebildeten technischen Hilfeleister. Als tragende Säule des Gemeinwesens würden Kommune und Kreis ihre Wehren so gut sie nur können unterstützen, um die kommunale Pflichtaufgabe Feuerschutz weiterhin ehrenamtlich gewährleisten zu können. Brigitte Meyerdierks mahnte: "Denkt stets aber zuerst an eure eigene Sicherheit, an eure zu Hause wartenden Familien und kommt immer gesund vom Einsatz heim!"

40 Jahre bei der Feuerwehr

Von drei anstehenden Ehrungen konnte an diesem Abend eine Auszeichnung durch Landrat Emil Müller verliehen werden. Gemeinsam mit Kreisbrandinspektor Marco Brust konnte er Heribert Jakobsche von der Feuerwehr Wernarz das Feuerwehrehrenzeichen in Gold des Freistaats Bayern für 40 Jahre aktiven Dienst verleihen und sich im Namen des Staats, des Landkreises und der Bürger von Bad Brückenau für dieses Engagement bedanken.
Heribert Jakobsche, 60 Jahre alt, von Beruf Bankkaufmann, verheiratet, zwei erwachsene Kinder, ist seit Januar 1974 aktives Mitglied der freiwilligen Feuerwehr Wernarz. Nach der Grundausbildung war er dort jahrelang Gruppenführer. Seit Februar 1978 bis zum heutigen Tag ist er Kassenwart der kleinen Wehr. Zwischen 1980 und 2004 legte er sämtliche Leistungsabzeichen der Gruppe im Löscheinsatz ab. Als Ersatzmann half er immer wieder bei Gruppenprüfungen aus. Neben der Feuerwehr engagiert er sich als Kirchenpfleger, Küster und Lektor in seiner Heimatkirche der Kuratie Wernarz, so dass ihm auch die Mitgestaltung des Festgottesdienstes oblag.