Wer mit dem privaten Fahrzeug in das Naturschutzgebiet Schwarze Berge fährt und es dort außerhalb ausgewiesener Parkplätze abstellt, muss mit einer Anzeige rechnen. In Naturschutzgebieten gelten klare Regeln und dazu zählt, dass wildes Parken nicht gestattet ist. Dies führte im Markt Geroda zu Unmut, da Grundstückseigentümer offenbar angezeigt wurden.

Gerodas Bürgermeister Alexander Schneider stellte im Gemeinderat klar, dass jeder Grundstückseigentümer auch im Naturschutzgebiet zwecks Kontrolle und Bewirtschaftung, seine land- und forstwirtschaftlichen Grundstücke aufsuchen dürfe. Er habe mit Polizei und den für Naturschutz zuständigen Stellen gesprochen. Bei Unklarheiten werde zunächst Kontakt mit ihm aufgenommen. "Es wäre ja ein Witz, wenn Grundstückeigentümer nicht zu ihren Flächen fahren könnten", so Schneider. Gespräche mit den zuständigen Rangern werde er zudem führen. Er bat betroffene Grundstückseigentümer, den Rangern gegenüber deutlich zu kennenzeichnen, warum sie im Naturschutzgebiet unterwegs seien. Es wurde auch schon überlegt, eine Zufahrtsgenehmigung, Plakette oder ähnliches auszustellen. Das müsse noch einmal durchdacht werden. Bei Fragen stehe der Bürgermeister zur Verfügung.

Bauantrag für Wohnhaus mit Appartement und Tierheilpraxis

Der Bauantrag für ein Wohnhaus mit Appartement und Tierheilpraxis im Geroda stand schon einmal auf der Tagesordnung und wurde vom Gemeinderat genehmigt. Nun gab es einige Änderungen, zu dem das Gremium noch einmal sein Einverständnis geben musste. Außerdem informierte der Bürgermeister, dass Tierhaltung verpflichtend sei und dies auch im Grundbuch so festgehalten werde.

Für die Erweiterung des Bebauungsplans Rhönstraße in Platz - gegenüber dem Sportplatz - ist eine Änderung des Flächennutzungsplans notwendig. Die Stellungnahmen aus der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung haben bereits stattgefunden. Nun mussten noch die Anmerkungen aus einer nachträglich eingereichten Stellungnahme in Sachen Umweltschutz eingearbeitet werden. Unter anderem geht es dabei um die Aufnahme von Bestandsgehölzen in den Planentwurf, um eine insektenfreundliche Bepflanzung und eine standortgerechte Sortenauswahl von Obstgehölzen.

Bürgerversammlung

Die Bürgerversammlung für Geroda und Platz findet am Donnerstag, 7. April, um 19 Uhr, im Bürgerhaus Geroda statt. Der Bürgermeister gab bekannt, dass auch am Sitzplatz die Maske getragen werden müsse. Die Präsentation des Bürgermeisters werde im Anschluss der Sitzung auf der Homepage der Verwaltungsgemeinschaft veröffentlicht.

Dank an alle Ukraine-Helfer

Um Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine möglichst schnell Wohnraum zur Verfügung zu stellen, bat der Bürgermeister, freie Wohnungen bei ihm zu melden. Auch ehrenamtliche Helfer können sich an ihn wenden. "Es wird wahnsinnig viel Wohnraum gebraucht werden", befürchtet werde. Das sei nur gemeinsam zu meistern. Derzeit seien schon Flüchtlinge privat in Geroda untergekommen. Er dankte allen, die sich hier einsetzen.

In der Woche vor Ostern werde das Wasser am Friedhof aufgedreht. Vorher mache es keinen Sinn, da noch Nachtfröste angekündigt seien. Dem Bürgermeister ist bewusst, dass es ein immer wieder diskutiertes Thema ist, gerade wenn nicht viel Regen fällt und die Bewässerung der frisch gepflanzten Gräber notwendig wird.

VG-Mitarbeitern die Arbeit erleichtern

Wer einen Termin in der Verwaltungsgemeinschaft Bad Brückenau benötigt, müsse einen Termin vereinbaren. Der Bürgermeister bat um Verständnis, dass es zu Wartezeiten kommen könne: "Kurzfristig ist oft schwierig." Die Mitarbeitenden in der Verwaltung seien mit der Verwaltung der Flüchtlinge, den Aufgaben durch die Pandemie und dem Alltagsgeschäft ausgelastet. "Jeder tut, so viel er kann." Wer verreisen möchte, möge seinen Personalausweis und Reisepass rechtzeitig auf Gültigkeit kontrollieren und gegebenenfalls frühzeitig eine Verlängerung beantragen. Jeder könne mithelfen, die Arbeitsbelastung im Rahmen zu halten.