Die Kreuzberg-Grund- und Mittelschule darf sich mit dem Titel "Biosphärenschule" schmücken. Der Vertrag zwischen dem Biosphärenreservat Bayerische Rhön und der Schule wurde von Michael Geier (Leiter bayerische Biosphärenreservatsverwaltung) und Schulleiterin Stefanie Mott unterzeichnet. Bürgermeister Georg Seiffert, als Schulverbandsvorsitzender vertrat die Mitgliedsgemeinden des Schulverbandes, die Stadt Bischofsheim sowie die Gemeinden Schönau, Sandberg und Oberelsbach.

Die Kreuzbergschule habe sich um die Anerkennung als Biosphärenschule beworben, da bereits viel Wert auf Natur- und Umweltschutz gelegt werde, erklärte die Schulleiterin. Drei von fünf möglichen Symbolen bekommen die Grundschulen in Schönau und Unterweißenbrunn und die Mittelschule in Bischofsheim.

Das Rhönschaf stehe für gesunde Ernährung. In der Mittagsbetreuung werde darauf großer Wert gelegt. Die Schule arbeitet mit einem örtlichen Bäcker zusammen, der Zutaten aus der Region verwendet und für traditionelles Backhandwerk steht.

Die Wildkatze ist das Symbol für Naturschutz. Die Grundschule habe Bach- und Wiesenpatenschaften übernommen, an der Mittelschule gibt es neben dem naturnah gestalteten Pausengelände eine Streuobstwiese.

Der Biber, das dritte Symbol auf der Plakette steht für besonders Engagement im Bereich regenerativer Energien und Energieeinsparung. Die Mittelschule habe diese Auszeichnung erzielt, da ein Biomasseheizanlage betrieben wird.

Die Grundschule hat bereits den Roten Milan, das Zeichen für besonderen Einsatz bei der Müllvermeidung und -trennung, erhalten. Die Mittelschule möchte den Roten Milan bei der nächsten Auszeichnungsrunde in drei Jahren auch bekommen . "Wir arbeiten daran", bestätigten die Schulleiterin und ihre Stellvertreterin Claudia Zimmermann. "Wir wollen uns natürlich noch weiter entwickeln."

Unter anderem seien daher bereits folgende Vorhaben in Planung oder sogar schon im Gange: Beweidung der Streuobstwiese mit Rhönschafen, Verkauf von Schulshirts, fair gehandelt aus 100 Prozent Biobaumwolle, Errichtung eines "Grünen Klassenzimmers", Umrüsten der Beleuchtungsanlage auf LED. In jedem Schulhaus werde eine kleine "Info-Ecke" eingerichtet. Dort können sich die Schülerinnen und Schüler Tipps holen, was im Biosphärenreservat und auch an der Schule dazu angeboten wird.

Zur Übergabe haben die Schüler in einer kleinen Performance das Logo des Biosphärenreservates nachgestellt. Michael Geier sagte, es sei wichtig, dass die jungen Menschen vom Kindergarten an über alle Schularten hinweg mit den Belangen des Biosphärenreservates vertraut gemacht werden. Hierbei seien Schulen wichtige Partner.