Von einer "in der Summe kräftigen Investition", immerhin insgesamt ungefähr 2,5 Millionen Euro, spricht der Werkleiter beim Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung der Bad Brückenauer Stadtwerke, Michael Garhamer. Er ist federführend bei dem aktuellen Projekt, das mit geplanten Kosten von rund einer Million Euro beziffert ist. Bereits beim ersten Bauabschnitt, der im vierten Quartal des vergangenen Jahres vollendet wurde, hatten die Verantwortlichen tief in die Tasche greifen müssen. "Nicht zuletzt aufgrund der aufwendigen Unterquerung des Röthbachs haben wir dafür rund 1,5 Millionen Euro abgerechnet", so der Experte.

Bevor in diesen Tagen vom Unternehmen Väth aus Oberbach die nächste Bad Brückenauer Großbaustelle eingerichtet wurde, hatte ein Team unter der Leitung von Abwassermeister Horst Steinhoff das unterirdische Terrain in der Region Düsseldorfer Strasse/Josef-Dörflinger-Strasse detailliert untersucht. Die bewährten Kamerabefahrungen im Netz seien da sehr hilfreich gewesen, "um beim späteren Aufgraben nicht auf irgendwelche Überraschungen zu stoßen".

Die Sanierung der Leitungsrohre ist allein schon wegen ihres Alters fällig geworden. So stammen die meisten noch aus den 1960er-Jahren, ein Teil sogar aus den 1940er-Jahren. Darüber hinaus, so Steinhoff, habe der alte Kanal die allgemein zunehmenden, heftigen Niederschläge nicht mehr richtig fassen können und sei an seiner Leistungsgrenze angelangt.