Vom Wilden Westen in den rauen Norden Bayerns zog wieder der Gaudiwurm in Speicherz ein. Doch pünktlich ab 13.59 Uhr zeigte sich das Wetter von seiner milden Seite, der Gaudiwurm bekam keine nassen Füße. Im Revival-Jahr 2017 zogen noch sieben Trupps durch das Dorf, im letzten Jahr in Motten nahmen elf Wagen teil, heuer fanden 17 Jecken-Mannschaften ihren Weg ins wilde Speicherz. Auch in anderer Hinsicht war es ein Gaudiwurm der Superlative: Mottens Alt-Feuerwehrwagen fuhr seine letzte Tour, die Fahrradfreunde der DJK absolvierten die erste Bike-Tour-Etappe. Ab Mai geht's dann wieder weiter.

Mehr Teilnehmer als Einwohner

Unter dem Motto "Cowboys und Indianer" verbreiteten mehr Teilnehmer Faschingslaune und Süßes, als das Dorf Einwohner zählt. Den Zug führte das Kinderprinzenpaar "Prinz Oskar der Erste von Boals" und Prinzessin "Ida die Erste Von Zeiersch" an, gefolgt vom diesjährigen Prinzenpaar "August Manuel der Erste Von Zinne" und Prinzessin "Vanessa die Erste Von Voglers Management".

Buttersäure-Verletzter

Selektive Ereignisse aus dem Dorfgeschehen wurden aufgegriffen: Wer dem Feuerwehrwagen aus Kothen zu nahe kam, galt als Buttersäure-Verletzter und erhielt den fachmännischen Ratschlag, nach dem Umzug den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen.

Sehr hoher Spaßfaktor

Thema war auch der neue Kindergarten in Motten: Um zu ihm zu gelangen, müsse man "über große Berge" gehen. Ob in der Karre, auf'm Wagen oder am Rollator, ob als Prinz, Cowboy, Indianer oder wildes Huhn, der Spaßfaktor steht dem in Mainz oder Köln in keinster Weise nach.