Diese Konzertreihe bereichert als Kooperation zwischen dem Bayerischen Kammerorchester (BKO) und dem Dorint Resort & Spa Bad Brückenau seit Jahren das Musikleben im Staatsbad.

Corona-bedingt wird die Kapazität des Kuppelsaals diesmal nur circa 45 Plätze betragen. Bei den auswärtigen Gästen wird außerdem geprüft, ob sie aus einem Risikogebiet kommen. Im Falle, dass der Gast aus einer Stadt oder Region anreist, die durch das Robert Koch-Institut tagesaktuell als Risikogebiet ausgewiesen ist, muss er einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Andernfalls wird ihm der Besuch des Hochschulpodiums verwehrt, heißt es in einer Pressemitteilung des BKO.

Vielschichtig und tief

Für ein Stück "Normalität" in diesen herausfordernden Zeiten versucht das Duo Sgraffito von der Hochschule für Musik Würzburg zu sorgen. Es besteht aus der rumänischen Flötistin Raluca Tihon und dem deutschen Gitarristen Eduard Hausauer. Der Name des Duos geht auf eine Technik zur Dekoration von Wänden zurück, bei der zunächst verschiedenfarbige Putzschichten aufgelegt und dann Teile der oberen Schicht abgekratzt werden. Durch den Farbkontrast entstehen Bilder und Ornamente, die in manchen Gegenden die Häuserfassaden schmücken.

Das Duo Sgraffito ist jedoch weniger an der oberflächlichen Dekoration interessiert, es geht ihm um die Vielschichtigkeit der Musik und die Tiefe der künstlerischen Aussage. Vor dem spärlich bestuhlten Kuppelsaal loten Raluca Tihon und Eduard Hausauer diese Tiefe in der Sonatine für Flöte und Gitarre op. 205 von Mario Castelnuovo-Tedesco, im Kopfsatz der Sonate a-Moll "Arpeggione" von Franz Schubert, in Niccolò Paganinis "Moto Perpetuo" und vor allem in Astor Piazzollas "Histoire du Tango" aus.

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.