Seit zehn Jahren ist Bad Brückenau eine Fairtrade-Stadt. Die Kommune an der Sinn war seinerzeit die erste ihrer Art im Biosphärenreservat Rhön. In dieser Woche konnte Dirk Hönerlage von der zuständigen Steuerungsgruppe mit dem Dorint Resort & Spa im Staatsbad einen weiteren starken Partner in die Gemeinschaft aufnehmen.

Bei der offiziellen Übergabe des Fairtrade-Emblems ließ Hönerlage noch einmal einige Eckpunkte aus dem vergangenen Jahrzehnt Revue passieren. Man habe damals ein Zeichen gesetzt und könne auf die bisher geleistete Arbeit stolz sein. Denn nicht nur die örtlichen Geschäftsleute, sondern beispielsweise auch Kirchengemeinden und Schulen sowie etliche andere Einrichtungen würden sich inzwischen für den fairen Handel engagieren.

Neue Impulse durch Dorint

Nicht zuletzt durch Corona sei in den vergangenen Monaten "der Motor zwar etwas ins Stottern geraten". Mit dem Beitritt von Dorint erhoffen sich die Verantwortlichen aber neue Impulse und eine Art Vorbildfunktion. Mehrfach, so Hönerlage, habe er von potenziellen Interessenten schon den Satz gehört: "Wenn das Dorint mitmacht, dann wollen wir auch dabei sein."

Der Verkaufsdirektor des Hotels, Matthias Grief, erinnerte daran, dass sein Haus den Beitritt zur Fairtrade-Stadt schon länger im Auge gehabt habe. Schließlich setze man sich im Staatsbad seit vielen Jahren für die Anwendung ressourcenschonender Mittel ein und lege beispielsweise großen Wert auf die Verwendung regionaler Produkte im Küchen- und Restaurantbereich. "Wir wollen Flagge zeigen", betonte in diesem Zusammenhang Hoteldirektor Michael Demmerle. Er strebt mit seinem Team künftig eine noch größere Präsenz in der Öffentlichkeit und eine intensive Zusammenarbeit mit anderen Gastronomiebetrieben an.

Neue Zertifizierung steht bald an

Ein Grußwort im Namen der Stadt sprach bei der Aufnahme des Dorint in die Fairtrade-Gemeinschaft Bad Brückenaus 2. Bürgermeister Jürgen Pfister. Er freue sich immer wieder über neue Mitstreiter, die den Gedanken des fairen Handelns mit Leben erfüllen.

Hönerlage machte abschließend noch einmal deutlich, dass der Titel "Fairtrade-Stadt" strengen Kriterien unterliegt, die regelmäßig vom Verein Fairtrade Deutschland mit Sitz in Köln überprüft werden. Alle zwei Jahre findet eine neue Zertifizierung statt. "In diesem Monat ist es wieder soweit", so der Redner, die entsprechenden Unterlagen seien in Bearbeitung. Da treffe es sich gut, mit dem Dorint einen weiteren kompetenten Partner an der Seite zu haben.