"Die Sanierung der Wandelhalle stand ohnehin schon länger auf unserer Agenda. Ausgangspunkt waren zuerst einmal rein energetische Aspekte", sagt Kurdirektorin Andrea Schallenkammer. Im Verlauf intensiver Gespräche innerhalb der Staatlichen Kurverwaltung sowie mit externen Fachleuten habe man sich dann aber zu einem "ganz großen Schritt" entschlossen, nachdem auch der Freistaat Bayern die entsprechenden Finanzmittel freigegeben hatte.

In früheren Zeiten, so erläuterte der Stellvertreter der Kurdirektorin, Titus Tesar, bei einem Pressetermin, sei das gesamte Gebäude ein völlig offener Wandelgang gewesen. Im Zuge der Umgestaltung in den 1970-er Jahren, unter anderem wurde eine nach damaligen Vorstellungen "total moderne Akustikdecke" mit Verstrebungen aus Holz eingebaut, sei bei heutiger Betrachtung leider sehr viel von der Ursprünglichkeit des Objekts verloren gegangen. In Zukunft sollen wieder die Tiefe und die Schönheit des Baus, der schon 1950 in einem Zeitungsartikel als "vollendete Lösung" beschrieben wurde, mehr in den Vordergrund rücken.

Mit der Natur eng verbunden

So wird es unter anderem eine Rückkehr zu einer Vielzahl von hohen Glastüren mit filigranen Sprossenfenstern auf beiden Seiten der Halle geben. Diese lassen sich nach dem Ziehharmonika-Prinzip komplett öffnen und vermitteln dem Besucher den Eindruck, dass er unmittelbar mit der Natur draußen eng verbunden ist.