Knapp 50 Dienststellenleiter der Polizeiinspektionen, der Kriminalpolizei und der Verkehrspolizei aus ganz Unterfranken und die Sachgebietsleiter des Polizeipräsidiums in Würzburg kamen am Dienstag nach Bad Brückenau zur turnusgemäßen Sitzung zusammen. Seit dem Jahr 2011 sei man dazu übergegangen, die Treffen dezentral abzuhalten, berichtet Herbert Markert, Leiter der örtlichen Polizeiinspektion. Die Region sei den Polizisten schon bekannt. In dieser Runde sei es das zweite Mal, dass man sich in der Kurstadt treffe.

Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU) begrüßte die Polizisten in der Georgi-Halle und lobte die Zusammenarbeit mit der hiesigen Dienststelle. Informationsmaterial über die Stadt lag an jedem Platz aus. Bad Brückenau sei eine Reise wert, machte die Rathaus-Chefin den Beamten die Stadt und das Staatsbad schmackhaft.


Polizei sucht IT-Spezialisten

Dann schlossen sich die Türen und die interne Veranstaltung begann. Thematisch beschäftigt die unterfränkische Polizei die Vorbereitung auf die Bundestagswahl im September. Auch der Anschlag in Manchester wird sicher am Rande angesprochen worden sein. "Der Austausch von Informationen wird für die Polizei immer wichtiger", betonte Polizeipräsident Gerhard Kallert.

Kallert gab zudem die Ergebnisse der ebenfalls routinemäßigen Besprechung der bayerischen Polizeipräsidenten mit Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in München bekannt. Als weitere Themen standen die technische Ausrüstung der Polizei sowie die Bekämpfung der sich immer stärker ausbreitenden Cyberkriminalität auf der Tagesordnung.

Dazu werden in ganz Bayern in allen Kriminalpolizeiinspektionen eigene Fachkommissariate für Kriminalität im Internet eingerichtet, berichtete Kallert. Für Unterfranken bedeutet dies, dass in Schweinfurt, Aschaffenburg, Würzburg sowie in der zentralen Kripo-Inspektion neue Strukturen geschaffen werden. Zum Teil werde das Personal verlagert, zum Teil seien auch neue Stellen - Kallert spricht von 13 oder 14 in ganz Unterfranken - geschaffen worden. Um diese mit den richtigen Experten besetzen zu können, sucht die unterfränkische Polizei nun nach IT-Spezialisten.