Seit Anfang Juni hat die Tafel wieder geöffnet - und zwar in neuen Räumen in der Dr.-Gartenhof-Straße. Der Umzug Ende Mai wurde zu einem Großteil über eine Förderung der Rhönallianz finanziert. "Von den 4100 Euro Kosten bekommen wir 80 Prozent über die Rhönallianz gefördert", sagt Hans-Jürgen Schelle, Vorstand des gemeinnützigen Vereins. Mit dieser Unterstützung konnte die Tafel die neuen Räumlichkeiten betriebsbereit machen.

Konkret musste der Bodenbelag in dem Kellergeschoss neu gemacht, Schwerlastregale und eine Kühltruhe gekauft werden. Für den Boden war die Firma Prause Baudekoration aus Bad Brückenau zuständig. Beim Auf- und Abbau der großen Kühlzelle half die Firma Kretz Kältetechnik und bei den Umbauarbeiten ging die Schreinerei Dill aus Wernarz zur Hand. "Alle haben uns mit Sonderpreisen unterstützt, dafür sind wir sehr dankbar", sagt der Vorsitzende.

Kinder erstellen Garten

Auch an anderer Stelle geht es voran. Die Jugendgruppe "funky fruits" des Obst- und Gartenbauvereins bekam im April die Förderzusage für die Anschaffung eines Bauwagens und das Anlegen eines Nutzgartens für die Kinder. Am vergangenen Samstag trafen sich endlich, nach dem Ende der Kontaktbeschränkungen, die älteren Kinder, um den Zaun für den Garten am Backhaus aufzubauen.

Unter der Aufsicht von Jugendgruppenleiterin Britta Slowik und weiteren Helfern entstand so der Rahmen für die weiteren Arbeiten. "Am Samstag, 18. Juli, dürfen dann alle Kinder beim Einpflanzen des Gemüses unter Anleitung des Gärtners Robert Hildmann mithelfen", sagt Slowik. Der Bauwagen solle dann noch im Laufe des Sommers angeschafft werden.

Etat fast ausgeschöpft

In diesem Jahr gab es die Möglichkeit, Kleinprojekte über ein Regionalbudget fördern zu lassen. Das Amt für Ländliche Entwicklung stellte dieses Budget erstmals zur Verfügung. Förderfähig waren Projekte, die das bürgerschaftliche Engagement betreffen und auf eine Verbesserung der Lebensverhältnisse abzielen. Auch konnte beispielsweise Öffentlichkeitsarbeit gefördert werden. Die interkommunale Zusammenarbeit wurde besonders berücksichtigt.

Insgesamt war es eine Punktlandung, denn alle 16 Projektantragsteller, die bis Mitte April ihr Anträge einreichten, erhielten eine Förderzusage - wenn auch teilweise mit kleinen Auflagen. Dabei bleibt die Fördersumme aller Projekte insgesamt knapp im Rahmen der Vorgaben vom Amt für Ländliche Entwicklung. 100 000 Euro konnten von den Bürgern der Allianzgemeinden abgerufen werden, davon sind 90 Prozent vom Amt für Ländliche Entwicklung und zehn Prozent von der Rhönallianz.

Weitere Förderperioden geplant

"Damit ist der Umzug der Tafel das zweite Projekt - neben der Fahrzeugbeschaffung der HvO-Gruppe Motten - das bereits fertig umgesetzt wurde", teilt Rhönallianzmanager Uwe Schmidt mit. Bis Ende September haben die Kleinprojektträger Zeit, ihre Rechnungen an die Allianz einzureichen. "Dann erst werden die Fördergelder an die Träger ausgezahlt", ergänzt er.

Aktuell sind drei weitere Förderperioden für die Jahre 2021 bis 2023 vom Amt für Ländliche Entwicklung geplant. "Ich finde, dass der Regionaletat ein gutes Instrument ist, um Kleinprojekte und Initiativen vor Ort in den Allianzgemeinden zu unterstützen", sagt der Allianzmanager.

16 Kleinprojekte erhielten eine Förderung.

100 000 Euro stehen für die Kleinprojekte als Förderung bereit.