Die Arbeiten liegen im Zeitplan, fast. Zwei bis drei Wochen später als geplant ist es geworden, doch Rudolf Baier hofft, dass diese Zeit wieder hereingeholt werden kann. Der Leiter der Einsatzdienste des Kreisverbands Bad Kissingen des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) wird heute auf der Baustelle sein. Anfang dieser Woche wurden die Arbeiten für den Rohbau abgeschlossen. Nun geht es an den Innenausbau.

Das Lehrgebäude mit Küche und Sanitärräumen wird saniert, komplett neu wurde die Rettungswache gebaut, die deutlich größer, aber nur noch eingeschossig ist. So kommen die Rettungskräfte schneller in ihre Fahrzeuge. Der Trakt mit den Garagen - diese vergrößern sich von 198 auf 402 Quadratmeter - ist ebenfalls ein Neubau. Insgesamt investiert der BRK-Kreisverband rund zwei Millionen Euro (siehe unten).


Noch kein Investor gefunden

Bis Februar ist der Rettungsdienst noch im ehemaligen Haus Waldenfels in der Ernst-Putz-Straße untergebracht. Sollten sich die Bauarbeiten verzögern, besteht die Option, noch ein weiteres halbes Jahr in dem ehemaligen Seniorenheim zu bleiben. Doch davon geht Rudolf Baier nicht aus. Wie es mit der Immobilien weitergehen wird, ist nach wie vor unklar.

Die Carl-von-Hess'sche Sozialstiftung hatte nach dem Umzug in den Neubau dem Landkreis Bad Kissingen das alte Haus Waldenfels zurückgegeben - mit der Bitte, die Immobilie in Absprache mit der Stadt zu vermarkten. "Es konnten bislang keine Investoren für eine Nachnutzung gefunden werden", berichtet Lena Pfister, Pressesprecherin am Landratsamt. Als nächster Schritt werde das Anwesen nun zum Verkauf ausgeschrieben.


Das kostet die neue Rettungswache:

Investition Rund zwei Millionen Euro kostet der Bau der neuen Rettungswache in Bad Brückenau und die Sanierung des Lehrgebäudes. Für den Kreisverband Bad Kissingen des Bayerischen Roten Kreuzes ist es auf Jahre die wichtigste Investition.

Landkreis Der Landkreis Bad Kissingen unterstützt den Bau mit einer Förderung. Insgesamt gibt der Kreis 75.000 Euro mit der Maßgabe, dass sich die Rhönallianz ebenfalls mit einem Betrag in ähnlicher Höhe an den Kosten beteiligt.

Rhönallianz Auf 75.000 Euro bringt es die Allianz allerdings nicht. Die Stadt Bad Brückenau stemmt mit 35.000 Euro den größten Brocken. Wildflecken beteiligt sich mit 4270 Euro. Kämmerer Dieter Feller erklärt, dass der Markt regelmäßig den Stützpunkt der Bergwacht in Oberbach, der dem Roten Kreuz angegliedert ist, unterstützt. Motten und Geroda zahlen 2500 beziehungsweise 2000 Euro. Beide Gemeinden hatten in der Vergangenheit Geld für die Helfer vor Ort in die Hand genommen. Oberleichtersbach und Schondra geben jeweils 5000 Euro. 2200 Euro zahlt Riedenberg und Zeitlofs steuert 6650 Euro bei. Das macht zusammen 62.620 Euro.