Schnell und unbürokratisch, das ist das Prinzip des Regionalbudgets. Das Amt für Ländliche Entwicklung stellt Fördergelder für Kleinprojekte zur Verfügung. In den Rhönallianz-Gemeinden ist das Programm in diesem Jahr gut angenommen worden. Jetzt beginnt eine neue Förderperiode.

Nur wenig Zeit verblieb der Rhönallianz Anfang des Jahres, das neue Förderprogramm zur Unterstützung von Kleinprojekten umzusetzen. Jetzt soll es schneller gehen: "Wir haben viel dazugelernt", sagt Rhönallianzmanager Uwe Schmidt. Ab dem 4. Januar können Anträge auf Förderung im Bad Brückenauer Rathaus eingereicht werden.

Pilotphase geglückt

Vorsitzender Jochen Vogel (CSU) ist sich sicher: "Die Projekte aus diesem Jahre wären nicht umgesetzt worden, wenn es das Programm nicht gäbe." Damit spricht er die 16 eingereichten Projekte an, die im Frühjahr innerhalb weniger Wochen entwickelt und bis Ende September umgesetzt wurden.

"Dieses Jahr hatte Pilotcharakter", unterstreicht Allianzmanager Schmidt. Und doch hat alles gut ineinandergepasst. Denn alle 16 eingereichten Projekte haben eine Förderzusage erhalten. Lediglich ein Projekt - ein Musikfest in Geroda zum Dorfjubiläum - konnte wegen Corona nicht umgesetzt werden.

Vielfältige Projekte

Auch die Kommunen selbst hatten Förderung beantragt. Dazu gehört die Gestaltung des Rhönexpress-Radweges, das als interkommunales Projekt umgesetzt wurde. Ansonsten war die Bandbreite vielfältig: Beispielsweise wurde der Umzug der Tafel in neue Räume gefördert, ein Wohnmobilstellplatz in Zeitlofs, die Anlage eines Nutzgartens der Jugendgruppe Funky Fruits in Bad Brückenau und der Umbau eines Einsatzfahrzeugs der Helfer vor Ort-Gruppe Motten.

Für die zweite Förderperiode ab Januar betont Schmidt allerdings, dass Instandsetzungen, Neuanschaffungen und reine Ersatzbeschaffungen im kommenden Jahr nicht gefördert werden. "Der Mehrnutzen muss da sein", sagt er. Das beziehe sich beispielsweise auf ökologische Aspekte, ergänzt er.

Manche Gemeinden waren nicht mit Projekten vertreten. Dieter Muth (WG), Oberleichtersbacher Bürgermeister, benennt hier den kurzen Zeitraum für das Programm. "Erst im Januar wurden die Kriterien ausgearbeitet", sagt er. Für die Vereine und Menschen vor Ort habe es nur wenig Zeit gegeben. "Außerdem ist das Programm für alle neu gewesen, dementsprechend war die Bekanntheit nicht groß genug gewesen", so der Bürgermeister.

Das ändere sich im kommenden Jahr, sind sich Schmidt und Vogel sicher. "Wir rechnen mit deutlich mehr Anträgen, weil es jetzt in der Bevölkerung angekommen ist", sagt Schmidt.

Ablauf der Förderung

Anträge Ab sofort können die Antragsformulare auf der Seite der Rhönallianz runtergeladen werden. Die Einsendung kann ab Januar an das Rathaus Bad Brückenau, zu Händen des Rhönallianzvorsitzenden Jochen Vogel, erfolgen. Rückfragen beantwortet Uwe Schmidt unter info@brueckenauer-rhoenallinaz.de.

Was wird gefördert? Förderfähig sind beispielsweise Kleinprojekte zur Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements, der Begleitung von Veränderungsprozessen auf örtlicher Ebene,der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Aber auch der Aspekt der Sicherung und Verbesserung der Grundversorgung der ländlichen Bevölkerung gehört dazu.

Umfang der Förderung: Die Projekte werden mit bis zu 80 Prozent bezuschusst, maximal jedoch mit 10.000 EUR.Kleinprojekte mit einem Zuwendungsbedarf unter 500 Euro werden nicht gefördert.