Der Bau des neuen Lebensmittelmarktes in der Kissinger Straße sollte eigentlich schon im vergangenen Jahr beginnen. Doch das Projekt verzögerte sich. Nach dem Abriss der ehemaligen Textilfabrik Ferkinghoff gewöhnten sich die Autofahrer schnell an den Anblick der brachliegenden Fläche. Hier und dort wurde Material verschoben, manchmal waren ein oder zwei Menschen auf der Baustelle anzutreffen. Ansonsten blieb es ruhig.

Nun aber, da der Frühling gekommen ist, reibt sich der sporadische Beobachter die Augen: Da steht der Rohbau schon, die Wände sind hochgezogen, die letzten Dachbinder, die den Dachstuhl tragen, wurden in der vergangenen Woche geliefert. Es geht voran auf der Baustelle. "Im Moment werden Stützen und Überzüge eingeschalt, heute Nachmittag wird betoniert", berichtet Polier Frank Neduck von der Firma "Kutter HTS" aus Helbra im Vorharz. Seit Oktober ist er auf der Baustelle, die lange Winterpause im Januar und Februar nicht mitgerechnet.


Maßarbeit gefragt

Sieben Hochbauer und drei Tiefbauer arbeiteten momentan auf der Baustelle, sagt Neduck. Im Moment sind sie allein. Je nach Bauphase kämen aber auch andere Firmen, beispielsweise aus der Umgebung, zum Einsatz. Und während sich die einen "drinnen" am Gebäude zu schaffen machen, sind die anderen draußen am Werk, auf dem Parkplatz. Schon jetzt wird der Schotter verteilt, ein Bauarbeiter verdichtet das Material mit der Rüttelplatte. Bald werden die Bordsteine gesetzt werden.

Wenn Neduck und seine Kollegen fertig sind, kommen andere. Gebäudetechnik, Sanitäranlagen, E-Tankstellen - es gibt noch viel zu tun bis August. Es wird Maßarbeit gefragt sein, soll der Markt tatsächlich bis August fertig sein.