Ein junger Mann sorgte in der Nacht auf Sonntag für erhebliche Unruhe in der Innenstadt und im Breitenbacher Weg. Er zerschlug zwei Blumenkübel, riss Latten eines Gartenzauns heraus und hob Gullydeckel heraus. Die Polizei machte den Täter zwar ausfindig. Der Ärger bei den Bürgern aber ist groß.

"Das ist als Anwohner ein wirklich ungutes Gefühl", berichtet Rieke Tretter-Hufer der Redaktion. Ein großer Blumenkübel vor ihrem Haus liegt zertrümmert am Boden. Ein Nachbar habe sich an einer herausgerissenen Latte einen Platten geholt. Der Nagel habe nach oben geschaut. Tretter-Hufer ärgert das, denn bereits Mitte Juli sei schon einmal ein Blumenkübel von Vandalen zerstört worden.

Eine weitere Bürgerin berichtet, dass in ihrem Umfeld ein Zeitungskasten demoliert wurde. Außerdem beklagt sie, dass an der Edelruh seit einiger Zeit vermehrt Überbleibsel von Partys zu finden seien: Scherben, Müll und Reste von Cocktails. "Kinder trinken das vielleicht", sorgt sie sich. Insgesamt haben die beiden Frauen das Gefühl, dass solche Vorfälle in der Stadt wieder zunehmen.

Vandalismus insgesamt rückläufig

"Gefühlt ist es mehr als im vergangenen Jahr", bestätigt Thomas Vöth, stellvertretender Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Bad Brückenau. Acht Fälle von Vandalismus zählte die Polizei im Jahr 2019, im Vorjahr waren es noch 25 im gesamten Altlandkreis. Vöth berichtet, dass es von Januar bis Ende August bisher sieben Fälle von Vandalismus im Altlandkreis gegeben habe. "Ein Schwerpunkt ist auch Bad Brückenau", sagt er.

Der Schaden am Geländer an der Sinn hinter dem Fachmarktzentrum wurde hingegen nicht mutwillig angerichtet. Das Holz ist mit der Zeit marode geworden und wird ausgetauscht. "Vandalismus gab es am Geländer nicht, aber an der Absperrung am Durchgang zum Sinnauplatz", berichtet Michael Krug, Leiter des Bauhofs.

Die Mitarbeiter des Bauhofs hätten die Sperrzäune aus der Sinn herausgeholt und wieder aufgestellt. "Ich finde es schade, wenn am Wasserhäuschen und an der Edelruh so viele Scherben herumliegen, und auch Müll", fügt Krug noch hinzu. Es sei traurig, wenn die Mitarbeiter des Bauhofes die Hinterlassenschaften anderer auflesen müssten.