Oberweißenbrunn Durch eine Gemeinschaftsaktion des WSV Oberweißenbrunn, des Rhönklub Zweigverein Oberweißenbrunn, der Stadt Bischofsheim und des Vereins Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön sind am Dorfgemeinschaftshaus in Oberweißenbrunn Wander- und Informationstafeln installiert worden. Auf den Tafeln werden die Wanderwege und die Winterfreizeitwege in Karten im Umfeld von Oberweißenbrunn übersichtlich dargestellt und mit detaillierten Informationen den Besuchern präsentiert.
Ewald Simon, der Vorsitzende des WSV Oberweißenbrunn (im Bild rechts) berichtete, über den Werdegang, der über zwei Jahre in Anspruch nahm. Auslöser war im Februar 2015 die E-Mail eines Urlaubers, der vom Parkplatz am Dorfgemeinschaftshaus in Oberweißenbrunn den Einstieg in die Loipe "Steinhaag" suchte. Zwar fand er trotz der fehlenden Beschilderung die landschaftlich wunderschön gelegene und hervorragend präparierte Loipe am Arnsberg, doch wandte er sich an die Touristinformation mit der Anregung eine entsprechend aussagekräftige Beschilderung vorzunehmen.
Der WSV Oberweißenbrunn nahm sich der Sache an, schnell sei auch der Rhönklub Zweigverein mit im Boot gewesen, Kontakte zur Stadt Bischofsheim und dem Verein Naturpark und Biosphärenreservat wurden hergestellt. Zunächst betrieb der WSV Grundlagenforschung, denn durch den Bau der Ortsumgehungsstraße seien Nachtloipe und Arnsbergloipe im Ortsbereich neu konzipiert worden. Dabei zeigte es sich, dass die Steinhaagloipe nur wenig benutzt und auch nur noch für Könner befahrbar sei. In früheren Jahren war dies das alte Renngebiet in der damals noch selbstständigen Gemeinde Oberweißenbrunn, wo die Pokallangläufe ausgetragen wurden. Der WSV entschied sich diese Loipe aufzugeben und sich auf den Bereich der Nachtloipe und der Arnsbergloipe zu konzentrieren. Kartenmaterial wurde vorbereitet, Beschreibungen erstellt - und zwar nicht nur für die Winterfreizeit und -sport sondern auch für sommerlichen Wandermöglichkeiten.


Start und Ziel

"Wir als Rhönklub-Zweigverein finden es sehr sinnvoll und angemessen, gerade hier in Oberweißenbrunn solche Informationstafeln für Wanderer und Gäste anzubringen", sagte Edgar Enders, der stellvertretende Vorsitzende des Rhönklub Zweigvereins Oberweißenbrunn. Als höchstgelegener Ort in Unterfranken sei Oberweißenbrunn Station auf vielen Wanderwegen, die durch den Ort führen, wie beispielsweise der Hochrhöner. Der Rhönklub Zweigverein Oberweißenbrunn sei zuständig für die Markierung und Instandhaltung der Wanderwege vom Kreuzberg bis zur hessischen Grenze. Erst vor wenigen Jahren, sei mit Hilfe der Dorferneuerung der Wanderparkplatz neu gebaut worden, der sehr gut angenommen und Start und Ziel für viele Wanderfreunde sei. "Man kann sagen, dass Oberweißenbrunn für das Wandern in der Rhön eine besondere Station ist." Besucher der Rhön und Wandergäste finden durch eine solche Wander- und Informationstafel Orientierung und eine Hilfe, die Schönheit und die Besonderheiten der Heimat zu entdecken.
Die Mühe der vergangenen Jahre habe sich gelohnt, befand Enders. Die neuen Tafeln seien sehr gelungen und tragen dazu bei, einen guten Eindruck von der Rhön allgemein und von Oberweißenbrunn im Besonderen zu vermitteln.


Hartnäckigkeit

Lob gab es von Bürgermeister Georg Seiffert. "Wie das abgelaufen ist, ist typisch für Oberweißenbrunn". Eine Idee werde aufgegriffen, mit Kooperationspartnern und der notwendigen Hartnäckigkeit sowie Durchhaltevermögen zum Wohle des Ortes und der gesamten Region umgesetzt. Der Blick sei über den Tellerrand hinaus gegangen, denn Oberweißenbrunn sei eingebettet in die Wanderregion Rhön und habe ein hervorragendes Loipengebiet.
Von der Hartnäckigkeit und dem Nachdruck mit dem in Oberweißenbrunn gearbeitet werde, konnte auch Klaus Spitzl (im Bild links), der Geschäftsführer des Vereins Naturpark und Biosphärenreservat berichten. Viele Detailarbeiten seien notwendig gewesen, um die neuen Tafeln fertig zu stellen. Mit der Nachtloipe habe Oberweißenbrunn zudem eine Besonderheit im nordischen Bereich aufzuweisen, was es so in der gesamten Rhön nicht gebe.


Am richtigen Standort

Natürlich begrüßte auch Tourismusreferent Gerhard Nägler solch eine Bereicherung der touristischen Infrastruktur, die gerade Ortsunkundigen sehr wichtige Informationen biete. Das Teilstück des Hochrhöners, das durch Oberweißenbrunn führe, sei sicherlich einer der schönsten Abschnitte des gesamten Weges, so seien die Informationstafeln genau am richtigen Standort aufgestellt worden.