Nun wurde Förg in die Freiphase der Altersteilzeit verabschiedet. Er begann seine Ausbildung am 1. August 1975 bei der damaligen Volksbank Bad Brückenau eG. Er selbst beschreibt diese Zeit humorvoll: "Sie war geprägt vom Belege sortieren und Belege kleben." Nach erfolgreicher Ausbildung schloss sich sofort die 15-monatige Bundeswehrzeit an, nach ein paar Wochen als Geschäftsstellenvertreter übernahm er die Bankstellen Geroda und Platz: "Neben dem Bankgeschäft musste ich auch Futter-, Dünge- und Pflanzenschutzmittel verkaufen", erinnert er sich noch lebhaft an diese Zeit, heißt es in einer Pressemitteilung.

27 Jahre in der gleichen Position

Anfang der 1990er Jahre kam eine große Umstrukturierung. Hier erkannte man Förgs Potenzial bzw. seine hohe Sozialkompetenz und ernannte ihn zum Marktbereichsleiter. "Damals", so erläutert der Bankkaufmann, "erkannte man die Bedeutung des Vertriebes." Es folgten anstrengende, aufregende Jahre, die für ihn und seine Mitarbeitenden auch sehr erfüllend gewesen seien. "Diese Zeit war geprägt von Seminaren und Schulungen." 27 Jahre hinweg behielt er diese Position. "Nur die Titel haben sich geändert", bemerkt er schmunzelnd, heute heiße es Filialdirektor.

Herausforderung angenommen

Der Vorstandssprecher der VR-Bank Rainer Geis, der den ausscheidenden Kollegen über viele Jahre begleitet hat, brachte es treffsicher auf den Punkt: "Herr Förg vermittelt noch alte Werte, ohne ein ewig Gestriger zu sein." Seine Position sei geprägt gewesen von dem Spagat zwischen den Wünschen und Sorgen der Kollegen und denen des Vorstandes. Trotz Digitalisierung und maschineller Intelligenz, die gerade in den letzten Monaten mit Riesenschritten Einzug gehalten hätten, habe die Position des langjährigen Kollegen in besonderem Maße mit Menschen zu tun. "Das ist Ihre große Stärke: hinhören statt überhören, mitgestalten statt laufenlassen, ansprechen statt totschweigen." Gerne habe Filialdirektor Förg in all den Jahren diese Herausforderung angenommen und so zum großen Teil zum Erfolg der Genossenschaftsbank beigetragen. Geis dankte dem scheidenden Kollegen für die Treue und die Loyalität, für die konstruktiven Diskussionen in diesem langen Berufsleben und wünschte ihm für die nun vor ihm liegende Zeit alles Gute.

Und was sagt der "frisch gebackene Freiphasler"? - "Ich schaue dankbar zurück, ich bin immer gerne in die Arbeit gegangen und werde die Kollegen natürlich vermissen." Aber genau so freue er sich auf den neuen Lebensabschnitt.