Dass die Uhr ausgerechnet am Alten Rathaus nicht richtig funktioniert, mutet symbolisch an. Schließlich steht das historische Gebäude seit dem Frühjahr leer und ist seit Oktober dauerhaft für die Öffentlichkeit geschlossen. Der geplante Umbau zur Vinothek lässt dagegen auf sich warten. Oder vielleicht doch nicht? Geht die Uhr etwa nur falsch, weil im Innern des Gebäudes die Bauarbeiten angelaufen sind?

Nachfrage bei der Stadt. "Derzeit finden noch keine offiziellen Arbeiten statt", teilt Pressesprecher Thomas Hack mit. Dass die Uhr nicht funktioniert, liege an einer anderen Störung, genaueres sei derzeit nicht bekannt. Techniker seien informiert und kümmern sich bis Anfang kommender Woche um das Problem.


Von allein in Gang gesetzt

Die Uhr stand zwischenzeitlich offenbar still "und hat sich vermutlich selbst wieder in Gang gesetzt", sagt Hack weiter. Daraus resultiere die falsche Uhrzeit. Um 12 Uhr mittags zeigte die Uhr am Freitag kurz vor 5 Uhr an. Je nach Perspektive ging die Uhr also sieben Stunden und zehn Minuten nach beziehungsweise vier Stunden und 50 Minuten vor.

Im Dezember hat die Stadt Zuschüsse zum Umbau bei der zuständigen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim beantragt. "Wir haben aber noch keinen Förderbescheid", berichtet Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD). Deshalb wurden bislang nur vorbereitende Arbeiten ausgeführt, weil diese sich nicht schädlich auf die Förderung auswirken. Es geht beispielsweise um technische Untersuchungen, wie etwa das Überprüfen von elektrischen Leitungen und von Heizungsrohren. Blankenburg hält aber an einem Eröffnungstermin im ersten Halbjahr 2017 fest. Touristen und Bevölkerung sollen dann in der von Stadt und Landkreis initiierten Vinothek mit Weinen aus dem Saaletal anstoßen können. "Mein Ziel ist, dass zu Anfang der Saison die Vinothek in Betrieb ist. Wir haben den Betreiber, die Anbieter und die Förderzusage", sagt der Oberbürgermeister.


Förderbescheid ist auf dem Weg

In Sachen Förderung schaut es mittlerweile gut aus. "Der Antrag liegt seit kurz vor Weihnachten vor", berichtete Georg Bätz gestern auf Nachfrage dieser Redaktion. Bätz leitet die Abteilung Weinbau bei der Landesanstalt. Er bestätigte, dass der bewilligte Förderbescheid der Stadt in den nächsten Tagen zugestellt, wird. Zur Höhe der Förderung machte er keine Angaben.