Sage und schreibe 33 neue Coronafälle meldet das Landratsamt allein für Sonntag, 31. Januar im Landkreis Bad Kissingen. Tags zuvor waren es elf neue Fälle. Damit lag die 7-Tage-Inzidenz am Sonntag nach Berechnung des Staatlichen Gesundheitsamtes bei 90,1. Am Samstag lag sie bei 73,6. Aktuell sind 164 Menschen mit dem Virus infiziert, gegenüber dem Vortag sind sechs weitere Personen genesen.

Bisher sind im Landkreis Bad Kissingen insgesamt 2074 Coronafälle bestätigt. Als gesundet gelten inzwischen 1833 Personen. 77 Personen, die positiv auf Covid-19 getestet waren, sind verstorben. 302 Kontaktpersonen befinden sich aktuell in Quarantäne, stationär behandelt werden derzeit 20 Personen. Die Zahl der aktuell Infizierten teilt sich wie folgt auf die Bereiche auf: Bad Kissingen (79), Hammelburg (52), Bad Brückenau (33).

Zwei Tote und eine infizierte Lehrkraft

Leider sind zwei weitere Personen verstorben, die mit Covid-19 infiziert waren. Sie waren über 60 bzw. 70 Jahre alt, hatten mehrere Vorerkrankungen und lebten zuletzt in einem privaten Haushalt. Außerdem wurde in der Grundschule Hammelburg (Notbetreuung) eine Lehrkraft positiv auf Corona getestet. Vier Schüler*innen sind in Quarantäne. Hinweis: Die 7-Tage-Inzidenz gibt die Anzahl der Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen wieder, bezogen auf 100 000 Einwohner. Die durch den Landkreis veröffentlichten Werte stützen sich auf den aktuell vorliegenden Stand des Gesundheitsamtes. Weitere Informationen finden Sie unter www.landkreis-badkissingen.de/coronavirus.

Hilfen für Selbstständige

Die IHK Würzburg-Schweinfurt verkündet unterdessen in einer Pressemitteilung vom Freitagabend: Das Auszahlungsverfahren für die Corona-Dezemberhilfe startet! Darauf haben viele Solo-Selbstständige und Unternehmen gewartet: Am späten Nachmittag konnte das Bewilligungs- und Auszahlungsverfahren für die Corona-Dezemberhilfe starten. Bislang war eine Antragsbearbeitung, die für Bayern zentral über die IHK München erfolgt, nicht möglich, weil die erforderliche Software des Bundes nicht verfügbar war. "Das war überfällig! Endlich können Anträge bearbeitet und die Dezemberhilfen ausgezahlt werden, endlich fließt Geld, das die Unternehmen in der Krise dringend brauchen! Sie sind dringend auf Liquidität angewiesen", kommentiert IHK-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Ralf Jahn die gute Botschaft.

Was ist die Dezemberhilfe?

Die sog. Dezemberhilfe ist ein Zuschussprogramm des Bundes für alle Unternehmen, die im Dezember von staatlichen Schließungsanordnungen betroffen waren. Die Wirtschaftshilfe kann für jeden Tag der Schließung bis zu 75 Prozent des Umsatzausfalls betragen. Für Unternehmen, die im Dezember ab 16.12.2020 erstmals von Schließungsmaßnahmen betroffen waren, gelten gesonderte Regelungen. Die Dezemberhilfe konnte ab dem 23. Dezember 2020 über einen beratenden Dritten (Rechtsanwalt oder Angehöriger der steuerberatenden Berufe) beantragt werden, Solo-Selbstständige konnten bis 5000 Euro Anträge auch direkt stellen. Anträge sind aber - auch rückwirkend - noch bis 31. März 2021 möglich.

Bis gestern wurden bayernweit 39 469 Anträge mit einem Antragsvolumen von 662,7 Millionen Euro gestellt. Laut IHK zeige die Praxis bei der Novemberhilfe, dass wenn die Software des Bundes erst einmal vorliegt, die Antragsbearbeitung auch zügig vorangeht. Das Geld landet, abgesehen von Rückfragefällen, zeitnah auf den Empfängerkonten, verspricht die IHK in ihrer Pressemitteilung. Bei der Novemberhilfe wurden bayernweit seit 25. November 2020 bis zum 28. Januar .2021 insgesamt 54 364 Anträge mit einem beantragten Fördervolumen von 907,3 Millionen Euro gestellt. Auch hier sei aber wegen fehlender oder fehlerhafter Programmsoftware die Bearbeitung der Anträge erst ab 12. Januar 2021 möglich gewesen.

Dennoch wurden bis Ende letzter Woche immerhin 26 987 Anträge zuzüglich 10 849 automatisierte Bewilligungen von Direktanträgen, in Summe also 37 836 Anträge mit bewilligten Zuschüssen von 230 Millionen Euro genehmigt. Das entspricht einer Bearbeitungsquote von fast 70 Prozent in zwei Wochen. Corona-Informationsportal Speziell für Fragen der IHK-Mitglieder im Corona-Kontext, etwa zu Rechtsfragen oder zu Finanzhilfen und Fördermaßnahmen für Unternehmen, unterhält die IHK unter Tel.: 0931/ 4194-800 eine Corona-Hotline. Die Rufnummer ist während der regulären Geschäftszeiten der IHK (Mo-Do: 8 bis 17 Uhr, Fr: 8 bis 13 Uhr) durchgehend besetzt. Darüber hinaus finden betroffene Unternehmen nach wie vor Informationen auf dem IHK Corona-Infoportal unter: www.wuerzburg.ihk.de/coronavirus