Fledermäuse in Unterfranken mit Tollwut infiziert - kann für Menschen tödlich enden

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Zwei Fledermäuse sind an der bayerisch-hessischen Grenze erstmals positiv auf Tollwut getestet worden. Experten raten zur Vorsicht im Umgang mit Wildtieren.

Unweit der bayerisch-hessischen Landesgrenze sind zwei mit Tollwut infizierte Breitflügelfledermäuse gefunden worden. Tollwut ist eine Viruserkrankung, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden und unbehandelt tödlich enden kann.

Bei den in Haibach (Landkreis Aschaffenburg) entdeckten Tieren sei das seltene Europäische Fledermaus Lyssavirus 1 nachgewiesen worden, teilte das Landratsamt Aschaffenburg mit. Es seien die ersten bekannten Befunde dieser Art im Landkreis und der zehnte und elfte Nachweis einer tollwutpositiven Fledermaus in Bayern.

Seltenes Virus bei Fledermäusen im Kreis Aschaffenburg nachgewiesen – Landratsamt informiert

Das Landratsamt rät, Wildtiere nicht mit bloßen Händen anzufassen. Auch der Kontakt mit Haustieren sollte vermieden werden. Ein akuter Anlass zur Beunruhigung sei der Fund aber nicht.

Als tollwutverdächtig gilt eine Fledermaus nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, die sich anfassen lässt, ein auffälliges oder aggressives Verhalten zeigt oder tot gefunden wird.

Vorschaubild: © Pia Bayer/dpa